Trendstudie Projekt-Controlling 2016

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Vorwort

„Das einzige was konstant ist, ist der Wandel.“

Bei Unternehmen in projektorientierten Branchen wie der Dienstleistungsbranche gilt dieses Motto nicht nur für Art und Umfang der durchgeführten Projekte, sondern auch für den Verlauf eines jeden einzelnen Projekts. Aus diesem Grund stehen diese Unternehmen vor der Herausforderung, bei der Erfassung und Abrechnung der mit einem Projekt verbundenen Arbeitszeiten und Reisekosten Methoden und Tools einzusetzen, die diese Daten möglichst präzise und zeitnah erfassen und dabei dennoch in der Lage sind, agil und flexibel auf Veränderungen im Projekt zu reagieren. Denn nur so sind sie nach Projektabschluss in der Lage, die geleisteten Arbeiten möglichst exakt und für den Auftraggeber transparent abzurechnen. Dies wiederum entscheidet über ihren unternehmerischen Erfolg.

Ziel der Trendstudie Projekt-Controlling war es,

  • einen aktuellen Status zum Projekt-Controlling bei deutschen Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche zu ermitteln,
  • Methoden, Techniken und Tools abzufragen, die beim Projekt-Controlling eingesetzt werden
  • Hindernisse und Hürden zu analysieren, die ein optimales Projekt-Controlling verhindern
  • Zukünftige Trends zum Projekt-Controlling aus Unternehmenssicht abzufragen.

Technische Daten

An der Trendstudie Projekt-Controlling 2016 beteiligten sich 134 Teilnehmer aus Unternehmen im deutschsprachigen Raum durch Ausfüllen eines Online-Fragebogens.

Die Beteiligung erfolgte anonymisiert in den Monaten September und Oktober 2016. Nach Auswertung wurden alle Fragebögen und Auswertungsunterlagen vernichtet bzw. gelöscht.

Alle Ergebnisse wurden auf ganze Prozentzahlen gerundet. Deshalb kann es unter Umständen dazu kommen, dass sich die angegebenen Prozentwerte nicht auf genau 100 Prozent aufaddieren lassen.


Zusammenfassung

Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Umfrageergebnisse:

  • 66 Prozent der befragten Unternehmen erfassen die Projektzeiten über eine Projektmanagementlösung bzw. eine spezifische Lösung zur Zeiterfassung.
  • Bei 62 Prozent der Befragungsteilnehmer erfolgt die Übernahme der erfassten Projektzeiten in das Abrechnungssystem allerdings manuell.
  • Jedes fünfte Unternehmen rechnet seine Projektzeiten immer noch „manuell“, also mit Einsatz von Standard-Office-Programmen (Excel, Word, etc.) ab.
  • Bei 58 Prozent der befragten Unternehmen erfolgt die Übernahme der Rechnungen und Reisekostenabrechnungen in die Buchhaltung auch heute noch manuell in Form von Ausdrucken, Kopien von Belegen, etc.
  • 80 Prozent der Unternehmen schätzen die Genauigkeit, 74 Prozent die Benutzerfreundlichkeit ihrer Zeiterfassungsmethode als „eher hoch“ oder „hoch“ ein.
  • Bei 49 Prozent der Unternehmen ist es allerdings in der Vergangenheit vorgekommen, dass Projektzeiten nicht erfasst wurden, bei 35 Prozent der Unternehmen kam es vor, dass die Projektzeiten zwar erfasst, aber nicht abgerechnet wurden.
  • 74 Prozent der befragten Unternehmen schätzen die Leistungsfähigkeit ihres gesamten Projekt-Controllings als „eher hoch“ oder „hoch“ ein.
  • Allerdings gaben nur 31 Prozent der Befragten an, dass keine Optimierung notwendig ist.
  • 42 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich eine bessere Integration von Erfassung, Abrechnung und Buchhaltung, 40 Prozent einen besseren Überblick über den Projektstatus und 31 Prozent eine höhere Benutzerfreundlichkeit beim Erfassen der Projektzeiten.

Ergebnisse

Zu Beginn der Umfrage wurden Firmengröße und Branche des Unternehmens abgefragt, für das der Umfrageteilnehmer tätig ist. Darüber hinaus wurde er nach seiner Position im Unternehmen befragt.

Angaben zum Unternehmen und zum Umfrageteilnehmer


Frage: Größe des Unternehmens (Anzahl der Mitarbeiter)

Größe des Unternehmens (Anzahl der Mitarbeiter)

Der Großteil (99 %) der befragten Unternehmen ist der Gruppe der kleinen und mittleren Betriebe (KMUs) mit einem bis 100 Mitarbeiter zuzurechnen. Die Gruppe der Unternehmen mit 11 bis 50 Mitarbeitern nimmt dabei den größten Anteil ein (60 %).

Danach wurde gefragt, in welcher Branche das Unternehmen des Umfrageteilnehmers tätig ist.


Frage: Branche des Unternehmens

Branche des Unternehmens

Sonstiges (in Klammern Anzahl der Nennungen): Vermarkter, Digitalagentur, Vertriebsagentur, Automobil, IT-Dienstleister (3), Dokumentenarchivierung, IT-Netzwerktechnik, keine Angabe (3)

Am häufigsten beteiligten sich Mitarbeiter aus Unternehmensberatungen gefolgt von Mitarbeitern in IT-Beratungsunternehmen sowie Unternehmen, die im Bereich IT-Softwareentwicklung tätig sind.

Abschließend wurde nach der Position des Umfrageteilnehmers im Unternehmen gefragt.


Frage: Position des Umfrageteilnehmers

Position des Umfrageteilnehmers

Sonstiges (in Klammern Anzahl der Nennungen): Entwickler, Vertrieb (2), Leiter Beratung & Service, Teamleiter (2), Projektkoordinatorin, Assistenz, Head of Project Office, Projektassistentin, Prokurist, Leiter operatives Geschäft, keine Angabe (6)

Die größte Gruppe der Umfrageteilnehmer ist in ihren Unternehmen in der Geschäftsleitung/im Vorstand tätig (54 Prozent), gefolgt von Projektleitern mit 18 Prozent.

Aktueller Status Projekt-Controlling

Der erste Themenbereich der Trendstudie Projekt-Controlling 2016 beschäftigte sich mit dem aktuellen Status des Projekt-Controllings im Unternehmen. In der ersten Frage wurde nach dem Projektvolumen gefragt


Frage: Wie viele Projekte führt Ihr Unternehmen im Schnitt pro Jahr durch?

Anzahl Projekte pro Jahr

Mehr als drei Viertel der befragten Personen (76 %) führen in ihren Unternehmen im Schnitt mehr als zehn Projekte pro Jahr durch, ein Viertel der Befragten führen im Schnitt sogar mehr als 50 Projekte pro Jahr durch. Es kann also davon ausgegangen werden, dass die Aussagen zum Projekt-Controlling auf der Grundlage einer breiten Projekterfahrung getroffen wurden.

Danach stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Projektzeiten erfasst werden.


Frage: Wie erfolgt bei Ihnen im Unternehmen die Erfassung der Projektzeiten?

Methode zur Erfassung der Projektzeiten

Sonstiges (in Klammern Anzahl der Nennungen): Über eine interne Intranet-Lösung – projektbezogen; Kombination aus Ticketsystem und Projektmanagementlösung; Lotus Notes, eigene Entwicklung; eigenentwickelte Zeiterfassungslösung (Datenbank); SAP (2); Microsoft Dynamics NAV (2); Kunden- bzw. projektspezifische Tools; ERP-System; Ticketsystem (Eigenentwicklung); keine Angabe

Zwei Drittel der befragten Unternehmen (66 %) erfassen die Projektzeiten über eine Projektmanagementlösung bzw. eine spezifische Lösung zur Zeiterfassung. Microsoft Excel kommt in knapp jedem fünften Unternehmen (19 %) zum Einsatz. Manuell erfasst, z.B. über Stundenzettel oder andere handschriftliche Aufzeichnungen bzw. Nachweise werden die Projektzeiten heute noch in sieben Prozent der befragten Unternehmen.

Die Umfrageteilnehmer, die bei der Frage nach dem Erfassen der Projektzeiten die Antwortoptionen „über eine Projektmanagementlösung“ bzw. „über eine Zeiterfassungslösung“ angegeben hatten, sollten dann noch angeben, ob die Lösung webbasiert ist oder nicht:


Frage: Falls Antwort „Projektmanagementlösung“ oder „Zeiterfassungslösung“: Ist Ihre Lösung webbasiert?

Zeiterfassungs-Lösung webbasiert

Fast drei Viertel (74 %) der eingesetzten Lösungen sind webbasiert.

In der nächsten Frage wurde abgefragt, wer für die Abrechnung der Projektzeiten die Verantwortung im Unternehmen trägt.


Frage: Wer ist bei Ihnen im Unternehmen für die Abrechnung der Projektzeiten verantwortlich?

Verantwortung Abrechnung Projektzeiten

Sonstiges (in Klammern Anzahl der Nennungen): Abteilungsleiter (4), Projekt Controller (2), Projektkoordinator, Sachbearbeitung, Sekretariat und PL, Project Office bzw. Geschäftsführung, Back-Office, Leiter operatives Geschäft, der Mitarbeiter durch Erfassung der Zeiten und Reisekosten, das Back-Office durch Erstellung der Rechnung und deren Qualitätssicherung, keine echte Kontrolle, keine Angabe (4)

In fast 40 Prozent (38 %) der Unternehmen ist die Projektleitung auch für die Abrechnung der Projektzeiten verantwortlich, bei knapp 30 Prozent (29 %) der Unternehmen liegt dies in der Verantwortung der Geschäftsleitung.

Die nächste Frage bezog sich auf die Art und Weise der Abrechnung der Projektzeiten.


Frage: Wie erfolgt bei Ihnen im Unternehmen die Abrechnung der Projektzeiten?

Methode der Abrechnung von Projektzeiten

Sonstiges (in Klammern Anzahl der Nennungen): SAP (2), Microsoft Dynamics NAV (2), direkt über das Intranet. Zeiterfassung, ERP, eigene Lösung XLS basiert, Erfassung Reisekosten und Erstellung der Rechnung erfolgt in einem System, Beratertage (Frage wurde offensichtlich falsch verstanden), keine Angabe (2)

Am häufigsten (29 %) kommt bei den befragten Unternehmen eine Fakturierungs-/FIBU-Software für die Abrechnung der Projektzeiten zum Einsatz, allerdings rechnet jedes fünfte Unternehmen seine Projektzeiten immer noch „manuell“, also mit Einsatz von Standard-Office-Programmen (Excel, Word) ab.

Die nächste Frage beschäftigte sich dann mit der Übernahme der erfassten Projektzeiten in das Abrechnungssystem.


Frage: Wie erfolgt die Übertragung der erfassten Projektzeiten in das Abrechnungssystem?

Bei der Mehrheit der befragten Unternehmen (62 %) erfolgt die Übernahme der erfassten Projektzeiten in das Abrechnungssystem manuell, nur knapp 40 Prozent (38 %) der Unternehmen setzen auf eine Schnittstelle zur automatischen Übertragung der Daten.

Danach wurde abgefragt, in welcher Form die Rechnungen und Reisekostenabrechnungen dann zur weiteren Bearbeitung an die Buchhaltung weitergegeben werden.


Frage: Wie erfolgt die Übertragung der Rechnungen und Reisekostenabrechnungen an Ihre Buchhaltung

Wie erfolgt die Übertragung der Rechnungen und Reisekostenabrechnungen an die Buchhaltung

Sonstiges (in Klammern Anzahl der Nennungen): über Projektoffice bzw. SAP-Team (2), via DATEV online an den Steuerberater, digital, keine Angabe

In den meisten Unternehmen (58 %) erfolgt die Übernahme der Rechnungen und Reisekostenabrechnungen in die Buchhaltung auch heute noch manuell in Form von Ausdrucken, Kopien von Belegen, etc. Knapp 30 Prozent (29 %) der Befragten verfügen bereits über eine entsprechende Schnittstelle, die die automatische Übernahme der Daten und Belege ermöglicht.

Zum Abschluss dieses Themenblocks wurde gefragt, in welchen Zeiträumen/Perioden die Abrechnung der Projektzeiten erfolgt.


Frage: Wann erfolgt bei Ihnen die Abrechnung/Rechnungsstellung an den Kunden?

Wann erfolgt bei Ihnen die Abrechnung/Rechnungsstellung

Sonstiges (in Klammern Anzahl der Nennungen): immer direkt nach Abschluss der Arbeiten – sofort (2), auf Wunsch des Kunden, binnen 2-3 Tagen, nach Fertigstellung, permanent, keine Angabe (6)

Der Großteil der Unternehmen (40 %) rechnet seine Projektzeiten in den ersten Tagen nach Monatsende ab, weitere 27 Prozent der befragten Unternehmen verfolgen keine einheitliche Abrechnungsmethode.

Optimierung des Projekt-Controllings

Zum Abschluss wurden die Umfrageteilnehmer der Trendstudie Projekt-Controlling 2016 gebeten Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit ihrer derzeitigen Methoden zur Zeiterfassung und -Abrechnung zu bewerten und gegebenenfalls Optimierungspotentiale zu nennen.

In der ersten Frage zu diesem Themenkomplex wurde nach der Genauigkeit der Zeiterfassung gefragt.


Frage: Wie schätzen Sie die Genauigkeit der eingesetzten Zeiterfassungslösung ein?

Die meisten Unternehmen (80 %) schätzen die Genauigkeit ihrer Zeiterfassungslösung als (eher) hoch ein.

Die nächste Frage beschäftigte sich mit der Benutzerfreundlichkeit der eingesetzten Zeiterfassungsmethode.


Frage: Wie schätzen Sie die Benutzerfreundlichkeit der eingesetzten Zeiterfassung ein?

Auch in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit scheint beim Großteil der befragten Unternehmen Zufriedenheit zu herrschen.

In der nächsten Frage wurde dann gefragt, welche Probleme aus Sicht der Befragten derzeit bei der Zeiterfassung auftreten.


Frage: Welche Probleme treten derzeit beim Erfassen der Projektzeiten auf? (Mehrfachnennung)

Sonstiges (in Klammern Anzahl der Nennungen): Manuelle Übertragung ins Rechnungssystem (2), Komplexität aufgrund verschiedener Projekttypen, Erfassung der Zeiten in unterschiedlichen Projektzeiten und nicht fakturierbarer Zeiten ist viel zu ungenau, Umsatzplanung, Handling, keine Angaben (2)

Auch wenn mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (55 %) derzeit keine Probleme bei der Zeiterfassung sieht, berichten doch mehr als ein Fünftel der Unternehmen von falsch oder nicht erfassten Projektzeiten, bzw. einem zu langen Zeitraum zwischen Erfassen und Abrechnen der Projektzeiten.

Danach wurde gefragt, ob es schon einmal vorgekommen sei, dass geleistete Projektzeiten nicht erfasst wurden.


Frage: Ist es in Ihrem Unternehmen schon einmal passiert, dass es vergessen wurde, Projektzeiten zu erfassen?

Fast die Hälfte (49 %) der befragten Unternehmen gibt zu, dass es in der Vergangenheit schon einmal passiert ist, dass Projektzeiten nicht erfasst wurden. Als logische Konsequenz auf die vorherige Frage folgte dann die Frage, ob es schon einmal passiert ist, dass Projektzeiten nicht abgerechnet wurden.


Frage: Ist es in Ihrem Unternehmen schon einmal passiert, dass erfasste Projektzeiten nicht abgerechnet wurden?

Immerhin 35 Prozent der befragten Unternehmen gesteht ein, dass es bereits vorgekommen ist, dass Projektzeiten zwar erfasst, aber nicht abgerechnet wurden.

Ergänzend zur vorherigen Frage wurde dann noch gefragt, ob es schon einmal passiert ist, dass Projekt-zeiten nicht mehr abgerechnet werden konnten, weil der Projektabschluss zu weit zurücklag.


Frage: Ist es schon einmal vorgekommen, dass Sie Projektzeiten nicht mehr abgerechnet haben, weil der Projektabschluss schon zu lange zurücklag?

Immerhin ein Fünftel der befragten Unternehmen konnte in der Vergangenheit Projektzeiten nicht mehr abrechnen, weil das Projektende bereits zu lange zurücklag.

Abschließend wurden die Umfrageteilnehmer nach einer Gesamtbewertung ihres Projekt-Controllings sowie möglichen Optimierungspotentialen befragt.


Frage: Wie schätzen Sie die Leistungsfähigkeit Ihres gesamten Projekt-Controllings ein?

Knapp drei Viertel (74 %) der Befragten schätzen die Leistungsfähigkeit ihres Projekt-Controllings (eher) hoch ein, der Rest eher niedrig.


Frage: Welche Optimierungspotentiale bestehen derzeit im Bereich Ihres Projekt-Controllings (Mehrfachnennung)?

Sonstiges: keine mir bekannten Möglichkeiten, eher an der Haltung der Projekt-Mitarbeiter: zu viele pro bono-Leistungen bei kleineren Projekten aus falsch verstandener Kundenorientierung, keine Angabe

Keine Optimierung erforderlich erachten 31 Prozent der Befragten, am meisten wünschen sich die Befragten eine bessere Integration von Erfassung, Abrechnung und Buchhaltung (42 %), einen besseren Überblick über den Projektstatus (40 %) sowie eine höhere Benutzerfreundlichkeit beim Erfassen der Projektzeiten (31 %).


Interview zu den Ergebnissen

Die provantis IT Solutions GmbH wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, eine webbasierte, branchenunabhängige Standardlösung für Zeiterfassung und Projekt-Controlling speziell in projektorientierten Dienstleistungsunternehmen zu entwickeln und zu vermarkten. Mit ZEP – Zeiterfassung für Projekte – wurde dieses Ziel erreicht.

Heute ist ZEP bereits bei mehr als 560 Unternehmen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz tagtäglich erfolgreich im Einsatz. Dazu gehören Betriebe, die Beratung oder Software-Entwicklung anbieten ebenso wie Ingenieure. Die Unternehmensgröße reicht dabei von Freiberuflern bis hin zu Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern.

Im nachfolgenden Interview nimmt Oliver Lieven, Geschäftsführer der provantis IT Solutions GmbH, zu den Ergebnissen der Trendstudie Projekt-Controlling 2016 Stellung.


Oliver Lieven

Geschäftsführer
provantis IT Solutions GmbH
Stuttgarter Str. 41
D-71254 Ditzingen
  +49 7156 43623 16
  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Frage: Können Sie etwas über die Gründe sagen, die Sie veranlassten, eine Trendstudie zum Thema Projekt-Controlling in Auftrag zu geben?

Oliver Lieven: Ziel der Trendstudie war es zum einen, in Erfahrung zu bringen, ob wir mit unserer Lösung ZEP nach wie vor die Themen adressieren, die Unternehmen in der Praxis immer wieder vor Herausforderungen stellen, zum Beispiel, dass es vergessen wird, erbrachte Leistungen abzurechnen oder dass es schwierig bis unmöglich ist, einfach aktuelle und aussagekräftige Soll-/Ist-Vergleiche bei Projekten zu erstellen, um so ein erfolgreiches Projekt-Controlling zu gewährleisten. Darüber hinaus interessierte uns als Anbieter einer cloudbasierten Lösung natürlich die Frage, ob die Cloud mittlerweile als einfache und sichere Variante der Software-Nutzung in den Unternehmen angekommen ist und akzeptiert wird. Und natürlich sehen wir mit einer solchen Studie auch die Möglichkeit auf unsere Lösung aufmerksam zu machen.

Frage: Laut Umfrage erfolgt bei 62 Prozent der Befragungsteilnehmer die Übernahme der erfassten Projektzeiten in das Abrechnungssystem manuell. Wie bewerten Sie dieses Ergebnis?

Oliver Lieven: Das Ergebnis zeigt uns insbesondere, welche großen Optimierungs- und Einsparpotentiale in vielen Unternehmen noch nicht genutzt werden. Das Reduzieren – oder noch besser – Vermeiden manueller Prozesse verhindert nicht nur „Copy & Paste“ – bzw. Übertragungsfehler bei der manuellen Übernahme, sondern ermöglicht es auch, diese Arbeiten schneller durchzuführen und die damit gewonnene Zeit für wichtigere und sinnvollere Arbeiten zu nutzen.

Frage: Bei 58 Prozent der befragten Unternehmen erfolgt darüber hinaus die Übernahme der Rechnungen und Reisekostenabrechnungen in die Buchhaltung auch heute noch manuell in Form von Ausdrucken, Kopien von Belegen, etc. Welche Gefahren bestehen aus Ihrer Sicht bei dieser Vorgehensweise?

Oliver Lieven: Wie bereits bei der Übernahme in das Abrechnungssystem erwähnt, besteht auch bei der Übernahme in das Buchhaltungssystem das Risiko von Fehlern bei der manuellen Datenübernahme (Copy & Paste, unvollständige Daten, Fehler beim Abschreiben, etc.), aber auch die Gefahr einer falschen Verbuchung. Es ist eben deutlich einfacher und sicherer, buchhalterische Daten einmal korrekt im System zu hinterlegen und sich dann auf das Software-Programm verlassen zu können.

Frage: Die große Mehrheit der Befragten schätzt Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit ihrer Zeiterfassungsmethode als hoch ein, allerdings gibt fast die Hälfte an, dass es schon vorgekommen ist, dass Projektzeiten nicht erfasst wurden. Ein Widerspruch? Wie erklären Sie sich diese Ergebnisse?

Oliver Lieven: Das Beste, was man Mitarbeitern heute im Unternehmen zur Verfügung stellen kann, ist eine etablierte und akzeptierte Lösung zur Zeiterfassung. Dennoch ist es in Zeiten von Smartphones und Tablets gut, die eingesetzte Lösung auch mal zu hinterfragen und einen Blick zu riskieren, was sonst noch so geht. Eventuell ist eine andere Lösung noch leistungsfähiger und benutzerfreundlicher und bietet Möglichkeiten und Mehrwerte, an die man bei seiner aktuellen Lösung noch gar nicht gedacht hat, beispielsweise mit der in ZEP integrierten Erfassung der Daten für die Reisekostenabrechnung, aber auch bei nachfolgenden Prozessen wir der Rechnungsstellung und Datenausgabe für DATEV – und natürlich die mobile Zeiterfassung auf iPhone oder Android-Smartphones.

Frage: Auch das Projekt-Controlling insgesamt erhält beim Großteil der Befragten gute Noten, dennoch geben allerdings nur 31 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass keine Optimierung notwendig ist. Ein erneuter Widerspruch?

Oliver Lieven: Projekt-Controlling klingt aufwändig und vermutlich versteht jeder etwas Anderes darunter. Wichtig im Projektgeschäft ist es meines Erachtens, auf einen Blick erkennen zu können, ob und wenn ja, welche Projekte sich aktuell in einem kritischen Zustand befinden, d.h. in denen man kurz davor ist, „draufzulegen“ oder dieses bereits tut. Ein erfolgreiches Projekt-Controlling erfordert daher möglichst aktuelle Ist-Daten, denn nur so kann man Planabweichungen frühzeitig erkennen und kurzfristig gegensteuern. Liegen die Daten erst am Monatsende vor, z.B. weil erst dann die Timesheets eingesammelt oder sogar ausgefüllt werden, verstreicht unter Umständen wichtige Zeit in der man bereits früher hätte reagieren können. Natürlich ist es wichtig, dass derartige Auswertungen in der eingesetzten Lösung einfach und unkompliziert abrufbar sind, idealerweise kann die Lösung sogar selber warnen, wenn ein Projekt in einen solchen Zustand kommt.

Frage: Welches Ergebnis aus der Umfrage hat Sie am meisten überrascht?

Oliver Lieven: Zuerst einmal das Ergebnis, dass etwa ein Drittel der befragten Unternehmen noch immer auf Excel Sheets anstatt auf eine spezielle Lösung zur Zeiterfassung setzt. Ebenfalls überraschend war das Ergebnis, dass fast die Hälfte aller Umfrageteilnehmer zugaben, dass es schon einmal vergessen wurde, Projektzeiten zu erfassen, bzw. ein Drittel, dass erbrachte Leistungen nicht abgerechnet wurden. Darüber hinaus verwundert doch, dass trotz einer eigentlich hohen Zufriedenheit mit den eingesetzten Lösungen doch noch zahlreiche Verbesserungspotentiale gesehen werden.

Frage: Zum Abschluss bitte ein persönliches Fazit zu den Ergebnissen der Trendstudie Projekt-Controlling 2016.

Oliver Lieven: Wir freuen uns über die recht hohe Anzahl der Unternehmen, die sich an der Studie beteiligt haben und die interessanten Rückmeldungen. Gleichzeitig bestärkt es uns darin, mit unserer Lösung auf das „richtige Pferd“ zu setzen. Wir hoffen auch, durch die Umfrage die Sensibilität für die Thematik erhöht zu haben und würden uns freuen, wenn wir dadurch auch das Interesse an unserer Lösung ZEP wecken konnten.

Vielen Dank für das Gespräch!


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