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Zeiterfassung als Burnout-Prävention – 5 Maßnahmen

In unserer hektischen Arbeitswelt mit ständiger Erreichbarkeit wird Burnout-Prävention immer wichtiger. Effektive Zeiterfassung spielt hierbei eine zentrale Rolle, nicht nur für die Produktivität, sondern auch als Schutz vor Burnout.
ZEP Blog Zeiterfassung

In unserer schnelllebigen Arbeitswelt, die geprägt ist von ständiger Erreichbarkeit und hohem Leistungsdruck, rückt das Thema Burnout-Prävention mehr denn je in den Fokus. Unternehmen erkennen zunehmend die zentrale Bedeutung, psychische Belastungen am Arbeitsplatz frühzeitig zu identifizieren und zu minimieren, um das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. In diesem dynamischen Umfeld erweist sich die effektive Zeiterfassung als entscheidender Faktor, der nicht nur die Produktivität Ihres Teams steigern, sondern auch als präventive Maßnahme zur Burnout-Prävention fungieren kann. Im Mittelpunkt dieser Betrachtung steht die Frage, inwiefern Zeiterfassungssoftware einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung der mentalen Gesundheit in der Arbeitswelt leisten kann. Ein genauerer Blick auf die Zusammenhänge zwischen Zeiterfassung und Burnout-Prävention offenbart dabei nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch einen wirkungsvollen Schutzschild gegen die zunehmenden Herausforderungen unserer heutigen Berufswelt. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Maßnahmen zur Burnout-Prävention entscheidend sind und wie Sie diese in Ihrem Unternehmen umsetzen können.

Wissenswertes zum Thema Burnout

Wie definieren wir Burnout? Nun, zusammengefasst ist Burnout das Resultat aus langanhaltendem Stress und Überlastung, was zu einer umfassenden Erschöpfung auf emotionaler, geistiger und körperlicher Ebene führt. Wichtig: Burnout tritt nicht nur im Berufsleben auf, sondern kann auch „privater Natur“ entstehen, wirkt sich aber entsprechend auf das berufliche Miteinander aus. Personen, die von Burnout betroffen sind, erleben häufig Gefühle der Leere und Hoffnungslosigkeit, begleitet von Schwierigkeiten, sich auf die Arbeit und tägliche Aufgaben zu konzentrieren.

Relevanz der Burnout-Prävention in Unternehmen

Die Implementierung wirksamer Burnout-Prävention kommt in der heutigen anspruchsvollen Arbeitswelt eine essenzielle Bedeutung zu. Das Wohlbefinden und die mentale Gesundheit Ihrer Mitarbeiter beeinflussen maßgeblich deren Identifikation mit sowie die Gesamtleistung für das Unternehmen. Daher sollten Sie die Dringlichkeit der Burnout-Prävention erkennen und proaktiv Maßnahmen ergreifen, um eine gesündere Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Ein zentraler Aspekt liegt in der frühzeitigen Identifizierung von Burnout-Symptomen. Arbeitgeber, die in der Lage sind, diese Anzeichen zu erkennen, können intervenieren und ihren Mitarbeitern die notwendige Unterstützung zukommen lassen, bevor sich die Situation verschärft. Folgende Symptome können ggf. auf einen Burnout hindeuten:

  • Anhaltende Müdigkeit
  • Verminderte Motivation
  • Zynismus
  • Rückzug von der Arbeit / erhöhte Fehlerquote

Unternehmen, die auf diese Anzeichen achten, können das Problem zeitnah angehen und gemeinsam mit dem betroffenen Mitarbeiter Strategien entwickeln, um Risikofaktoren für Burnout zu minimieren. Dieser proaktive Ansatz trägt nicht nur zum Wohlergehen Ihrer Mitarbeiter bei, sondern fördert auch eine engagierte und produktive Belegschaft, die sich nicht nur als Nummer in einem Betrieb sieht, sondern als Mensch vom Arbeitgeber wahrgenommen fühlt.

Um Burnout-Symptome bei Ihren Mitarbeitern zu erkennen, erfordert es eine genaue Beobachtung ihrer Verhaltensweisen. Auffälligkeiten wie vermehrte Fehlzeiten, gesteigertes Misstrauen gegenüber Kollegen und Vorgesetzten, verringerte Leistungsfähigkeit oder sozialer Rückzug sollten Sie nicht ignorieren. Es kann hilfreich sein, ein Gespräch mit betroffenen Mitarbeitern zu suchen und aufmerksam zuzuhören. Durch eine offene Kommunikation und einfühlsames Nachfragen können erste Hinweise auf einen möglichen Burnout erkannt werden. Falls dies zutrifft, ist es von entscheidender Bedeutung, Ihre Mitarbeiter nicht alleine zu lassen, sondern professionelle Hilfe durch geschultes Fachpersonal in Anspruch zu nehmen. In vielen Fällen ist es hilfreich, eine außenstehende Person – die nicht im Arbeitsalltag involviert ist – mit ins Boot zu holen und das Gespräch führen zu lassen. Denn: Manchmal fühlen sich Mitarbeiter gehemmt oder eingeschränkt, Probleme mit dem Vorgesetzten zu besprechen. Da fällt ein Gespräch mit einer externen Person vielfach leichter.

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz können eine Vielzahl von negativen Auswirkungen auf Ihre Mitarbeiter haben. Insbesondere hoher Arbeitsdruck, lange Arbeitszeiten und mangelnde Unterstützung der Vorgesetzten oder Kollegen können zu erheblichen Belastungen führen. Ihre Mitarbeiter können unter starkem Stress und Druck leiden, was zu psychischen und physischen Beschwerden führen kann. Depressionen, Angstzustände, Schlafstörungen und Erschöpfung sind nur einige der möglichen Symptome, die bei mentaler Überbelastung auftreten können. Weitere Auswirkungen können z.B. eine erhöhte Fehlerquote, eine geringere Produktivität und vermehrte Fehlzeiten sein.

Darüber hinaus können mentale Belastungen auch zu einer schlechteren Arbeitsatmosphäre und einem veränderten Betriebsklima führen. Aufgaben, in denen absolut keine Interkonnektivität mit den Aufgaben anderer Mitarbeiter besteht und jeder nur vor sich hinarbeitet, kann zu gefühlter Isolation bei Ihren Mitarbeitern führen. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Zusammenarbeit und letztlich die Gesamtperformance Ihres Unternehmens. Daher ist es von großer Bedeutung, Maßnahmen zu ergreifen, um psychische Belastungen so gering wie möglich zu halten.

Eine weitere, gar nicht so seltene Belastung kann auch sog. Gaslighting sein. Viele Mitarbeiter leiden darunter, wenn der Vorgesetzte einen Auftrag A gibt, der Mitarbeiter erledigt diesen und plötzlich möchte der Vorgesetzte doch lieber Auftrag B (und kann sich im schlimmsten Fall nicht einmal daran erinnern, Auftrag A zur Bearbeitung gegeben zu haben).

Burnout vermeiden: Geeignete Präventionsmaßnahmen

Die Umsetzung wirksamer Präventionsmaßnahmen spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung und Abschwächung von Burnout am Arbeitsplatz. Ein effektiver Ansatz hierfür ist die Einführung umfassender Stressmanagement-Programme. Diese Programme haben das Ziel, Mitarbeitern Techniken zur Stressbewältigung zu vermitteln und ihnen die notwendigen Fähigkeiten zu verleihen, um ihre Arbeitsbelastung erfolgreich zu bewältigen. Durch die Bereitstellung von Workshops, Schulungen und Ressourcen zum Stressmanagement (z.B. Mitgliedschaft im ortsansässigen Fitness Studio) können Sie Ihre Mitarbeiter mit den Werkzeugen ausstatten, die sie benötigen, um Burnout frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen, bevor es zu ernsthaften Problemen kommt.

Eine weitere bedeutende Maßnahme zur Burnout-Prävention besteht darin, ein unterstützendes und positives Arbeitsumfeld zu fördern. Dies kann durch offene Kommunikation, die Umsetzung von Teambuilding-Maßnahmen und den Aufbau einer Unternehmenskultur erreicht werden, die die Work-Life-Balance ihrer Belegschaft schätzt. Unternehmen, in denen alle Teammitglieder ermutigt werden, Bedenken zu äußern oder Unterstützung von Kollegen und Vorgesetzten zu suchen, können ein Gefühl der Zugehörigkeit etablieren und das Risiko von Burnout erheblich mindern. Zusätzlich können regelmäßige Pausen, die Förderung körperlicher Aktivitäten und der Zugang zu Wellbeing-Programmen zu einer gesunden und widerstandsfähigen Belegschaft beitragen. Die Integration folgender Maßnahmen, kann erheblich dazu beitragen, Burnout in Ihrem Unternehmen zu reduzieren:

Maßnahmen und Vorteile Burnout-Prävention

Betriebliche Burnout-Prävention

Die betriebliche Gesundheitsförderung spielt eine essenzielle Rolle bei der Burnout-Prävention. Sie beinhaltet u.a. die Umsetzung verschiedener Strategien und Initiativen, um das allgemeine Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und Mitarbeiter dabei zu unterstützen, eine ausgewogene Work-Life-Balance aufrechtzuerhalten.

Ein zentraler Aspekt der betrieblichen Gesundheitsförderung ist die Förderung der körperlichen Gesundheit. Dazu gehören Angebote von Fitnessprogrammen, die Ermunterung zu regelmäßigen Bewegungspausen und die Bereitstellung gesunder Ernährungsoptionen. Durch die Ermutigung Ihrer Mitarbeiter, ihre körperliche Gesundheit zu priorisieren, können Sie das Risiko von Burnout reduzieren und die Gesamtproduktivität Ihres Teams steigern. Darüber hinaus ist die psychische Unterstützung eine entscheidende Komponente der betrieblichen Gesundheitsförderung. Denn: Durch die Berücksichtigung sowohl der physischen als auch der psychischen Aspekte der Mitarbeitergesundheit können Sie ein positives und unterstützendes Arbeitsumfeld schaffen, das das allgemeine Wohlbefinden aller Angestellten fördert.

Burnout-Prävention durch Arbeitsplatzgestaltung

Wie wir in einem unserer letzten Artikel bereits ausführlich beschrieben haben, ist auch die Arbeitsplatzgestaltung von entscheidender Bedeutung. Nicht nur, was das Thema Ergonomie und physische Gesundheit betrifft, sondern vor allem auch im Hinblick auf die mentale Gesundheit. Denn: Ein gesunder Geist, lebt in einem gesunden Körper. Durch eine effektive Planung und Strukturierung von Aufgaben und Arbeitsabläufen können Sie potenzielle Stressfaktoren minimieren. Ein weiterer entscheidender Aspekt ist eine ausgewogene Arbeitsbelastung, die es Ihren Mitarbeitern ermöglicht, ihre Arbeitszeit sinnvoll zu nutzen und unnötige Stressoren zu vermeiden.

Eine klare Kommunikation innerhalb Ihres Unternehmens ist ebenfalls unerlässlich, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden. Eine offene und transparente Kommunikationskultur fördert das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Ihren Mitarbeitern. Zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und -gestaltung können auch technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Projektmanagement-Tools und Zeiterfassungssoftware, wie die von ZEP, ermöglichen eine effizientere Arbeitsweise und frühzeitige Erkennung sowie Vermeidung von Überlastungssituationen. Durch die Anlage eines individuellen Überstundenkontos können z.B. in ZEP mit dem Modul Überstunden, Fehlzeiten & Urlaub Überbelastungen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Minimierung eingeleitet werden. Und damit Sie stets im Blick haben, wie Ihre Mitarbeiter ausgelastet sind und welche Aufgaben als nächstes anstehen, bietet das ZEP Modul Ressourcenplanung die Möglichkeit, Ihre Projekte mit Weitblick zu planen.

Zeiterfassung beugt Burnout vor

Die Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2019 (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) offenbaren eine enge Verbindung zwischen der Erfassung der Arbeitszeit und der Burnout-Prävention. Die Zeiterfassung dient demnach nicht nur der strukturierten Organisation der Arbeitsabläufe, sondern beeinflusst auch die Work-Life-Balance entscheidend. Die Studie verdeutlicht zudem, dass die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland bereits von der Arbeitszeiterfassung profitiert. 80 Prozent der Befragten, die im Betrieb arbeiten, gaben an, ihre Arbeitszeit zu erfassen. Auffällig ist dabei, dass Personen ohne Zeiterfassung häufiger Überstunden und Pausenausfälle berichteten. Die Erfassung der Arbeitszeit wirkt somit als Schutz vor zeitlicher Entgrenzung und ermöglicht eine größere zeitliche Flexibilität für Ihre Angestellten.

Besonders im Homeoffice, wo Arbeit und Privatleben oft verschwimmen, gewinnt die Arbeitszeiterfassung an Bedeutung. Sie macht nicht nur die Arbeitszeiten transparent, sondern schützt auch vor übermäßig langen Arbeitstagen. Gerade für Remote-Teams bietet sich die Implementierung einer Softwarelösung zur Zeiterfassung an, die vielfältige Funktionen bietet. ZEP ist hier einer der Marktführer, da das Tool neben der klassischen Arbeitszeiterfassung auch Ihren kompletten Projektmanagement-Prozess abbilden kann – von der Angebotserstellung über das Projekt-Controlling bis hin zum digitalisierten Rechnungsversand.

Und: Die BAuA-Ergebnisse belegen, dass die Arbeitszeiterfassung ein zentrales Element für eine gesundheitsförderliche Arbeitsplatzgestaltung ist. Ihre Beschäftigten profitieren durch eine geringere zeitliche Entgrenzung, einen größeren Handlungsspielraum und eine klare Trennung zwischen Arbeits- und Ruhezeit. Haben Sie bereits für Burnout-Prävention in Ihrem Unternehmen gesorgt, dabei aber nicht an die Zeiterfassung gedacht? ZEP unterstützt Sie dabei. Sie können sich für unsere 30-tägige Testversion anmelden und die Software auf Herz und Nieren prüfen.

Tanja Hartmann ZEP

Tanja Hartmann

Content Marketing Managerin bei ZEP

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