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KI als Wettbewerbsfaktor: Wer jetzt zögert, verliert

63 Prozent des deutschen Mittelstands nutzen KI noch nicht systematisch. Der Produktivitätsabstand zu den Vorreitern wächst. Wer Projektdaten heute strukturiert, gewinnt morgen den entscheidenden KI-Vorteil.

Benny Hahn
CEO & Co-Geschäftsführer
3D-Illustration eines Tachometers mit KI-Markierung, das hinter einer Wand hervorlugt. Symbolisch für KI als Wettbewerbsfaktor, der im Unternehmensalltag noch unterschätzt wird.
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37 Prozent der deutschen Unternehmen setzen Künstliche Intelligenz bereits produktiv ein. Bei unternehmensnahen Dienstleistern wie IT-Häusern, Beratungen und Agenturen liegt die Quote mit 55 Prozent sogar noch deutlich höher. Das klingt nach einem ordentlichen Ausgangspunkt. Das Problem: Der Abstand zwischen denjenigen, die KI systematisch integriert haben, und denjenigen, die noch experimentieren oder abwarten, wächst in einem Tempo, das sich im Projektalltag direkt auf Margen und Wettbewerbsposition auswirkt.

Für Projektbetriebe sind dabei drei Dimensionen besonders relevant:

  • Fachkräftemangel: Bis 2027 könnten mehr als 700.000 Stellen unbesetzt bleiben, bis 2030 drohen laut IW-Prognose 4,2 Milliarden unbesetzte Arbeitsstunden in Deutschland.
  • Produktivitätsstagnation: 82 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen berichten von Produktivitätssteigerungen, im Schnitt 13 Prozent jährlich durch generative KI.
  • Innovationsdruck: Innovatoren mit generativer KI erzielen jeden dritten Euro Umsatz mit neuen Produkten. Innovatoren ohne KI kommen auf jeden vierten.

KI-Adoption im Mittelstand: Wo die Lücke entsteht

Große Unternehmen vorn, kleine Betriebe unter Druck

Laut dem IW-Report nutzen 66,3 Prozent der Unternehmen mit 250 oder mehr Beschäftigten KI. Bei Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sind es gerade 35,6 Prozent. Dahinter steht kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit: Ressourcen, Datenbasis und interne Kompetenzen fehlen häufig, um über kostenlose Chatbots hinauszukommen.

Bemerkenswert ist der Zusammenhang zwischen Innovativität und KI-Nutzung. Unter Unternehmen, die in den vergangenen drei Jahren neue Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen eingeführt haben, liegt die KI-Nutzungsquote bei 47 Prozent. Bei Nicht-Innovatoren sind es nur 22 Prozent. KI und Innovationsfähigkeit verstärken sich gegenseitig: Wer innoviert, nutzt KI häufiger, und wer KI nutzt, innoviert erfolgreicher.

Bitkom bestätigt diesen Trend: Laut aktueller Erhebung beschäftigt sich mittlerweile erstmals mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen überhaupt mit KI. Der Sprung von Beschäftigung zu systematischer Nutzung aber ist groß, und er gelingt den meisten Unternehmen bislang noch nicht.

Oberflächliche Nutzung als strukturelles Risiko

Der entscheidende Befund des IW-Reports lautet: Nur 6 Prozent der befragten Unternehmen setzen KI in mehreren Unternehmensbereichen gleichzeitig ein. Gerade einmal 3 Prozent nutzen generative KI flächendeckend. Der Großteil der KI-Nutzung ist punktuell, bereichsisoliert und erzeugt noch keine systematische Wettbewerbsverbesserung.

Das Muster ist bekannt aus früheren Digitalisierungswellen: Ein Tool wird eingeführt, erste Ergebnisse entstehen, dann stagniert die Integration, weil Prozesse und Daten nicht vorbereitet sind. Was als KI-Adoption gezählt wird, ist für viele Unternehmen noch KI-Experiment.

Besonders deutlich zeigt sich das bei der Beschaffungsform: 29,3 Prozent der befragten Unternehmen nutzen kostenfreie KI-Tools. Nur 13 Prozent erwerben professionelle KI-Dienste und gerade 3,6 Prozent entwickeln eigene Anwendungen. Wer ausschließlich auf freie Tools setzt, schöpft einen Bruchteil des verfügbaren Potenzials aus. Die Stärke von KI liegt in der Integration mit Unternehmensdaten und die entsteht durch maßgeschneiderte Anwendungen auf strukturierten Datensätzen.

Wo KI im Projektalltag tatsächlich Wirkung entfaltet

Das Datenproblem vor der KI-Frage

Bevor KI im Projektbetrieb produktiven Mehrwert liefert, steht eine strukturelle Vorfrage: Welche Projektdaten hat das Unternehmen überhaupt? KI-Systeme, die Projektrisiken identifizieren, Auslastungsprognosen berechnen oder Budgetabweichungen frühzeitig melden sollen, brauchen vollständige, aktuelle und projektsauber zugeordnete Daten als Grundlage.

Ein IT-Dienstleister mit 40 Mitarbeitern, der Projektzeiten in Excel erfasst, Budgets in separaten Dateien pflegt und Ressourcenauslastungen aus dem Bauch heraus beurteilt, wird mit KI-Unterstützung keine besseren Projektergebnisse erzielen. KI multipliziert Daten- und Prozessqualität, kompensiert sie aber nicht. Was im System fehlt, lässt sich durch Algorithmen nicht herbeirechnen.

Ein weiterer blinder Fleck: Viele Projektbetriebe unterschätzen, wie viel ihrer KI-relevanten Daten noch in Silos stecken. Projektzeiten hier, Budgets dort, Kundenkommunikation in E-Mails. KI-Analysen über Projektrentabilität, Ressourcenengpässe oder Prognosequalität lassen sich erst dann zuverlässig erstellen, wenn diese Daten in einem zentralen System konsolidiert sind. Wer diesen Schritt überspringt und direkt in KI-Tools investiert, wird feststellen, dass die Ausgaben so fragmentiert sind wie die Eingaben.

Projektcontrolling und Reporting automatisieren

Genau hier liegt das konkreteste und sofort messbare Anwendungsfeld für KI in Projektbetrieben: automatisiertes Projektreporting, Soll-Ist-Vergleiche in Echtzeit und Frühwarnsysteme bei Budgetüberschreitungen. Wer Projektzeiten konsequent und sauber erfasst, schafft die Datenbasis, auf der KI-Analysen aufbauen.

Wo das fehlt, entsteht ein typisches Eskalationsmuster: Wochen nach Projektabschluss wird sichtbar, dass ein Auftrag unrentabel war. Der Zeitpunkt für operative Gegensteuerung ist längst verstrichen. Stunden wurden falsch zugeordnet, Budgets stillschweigend überschritten, Kapazitäten falsch eingeplant. KI kann solche Muster erkennen und melden, aber nur wenn die Rohdaten in Echtzeit vorliegen und strukturiert sind.

Eine Management-Beratung mit 60 Mitarbeitern, die alle Projektstunden, Budgets und Kundenzuordnungen in einem zentralen System führt, kann KI-gestützte Abweichungsanalysen in wenigen Wochen einrichten. Dieselbe Beratung mit Excel-basierter Zeiterfassung wird zunächst sechs bis zwölf Monate Datenbereinigung investieren, bevor belastbare Analysen möglich sind. Der Unterschied ist kein Technologieproblem, er ist ein Prozessstand-Problem.

KI als Antwort auf den Fachkräftemangel in Projektbetrieben

Die Personalfrage ist für Beratungen, Agenturen und IT-Dienstleister kein mittelfristiges Szenario mehr. Laut McKinsey könnten durch KI bis 2030 rund 3,9 Milliarden Arbeitsstunden eingespart werden. Das würde die demografisch bedingte Fachkräftelücke von 4,2 Milliarden Stunden erheblich verringern. Für Projektbetriebe bedeutet das: Mit gleichem Team mehr Projekte abwickeln, schneller skalieren und qualifizierte Mitarbeitende von manuellen Routinetätigkeiten entlasten.

Der Ansatz, Fachkräftemangel mit Recruiting allein zu begegnen, stößt strukturell an Grenzen. KI-gestützte Automatisierung von Zeiterfassung, Statusreportings, Rechnungslegung und Ressourcenplanung schafft Kapazität, ohne neue Stellen zu besetzen.

Konkret heißt das für einen typischen IT-Dienstleister mit 30 Beratern: Wenn jeder Mitarbeitende pro Woche zwei Stunden mit manuellen Statusreports, Zeiterfassungskorrekturen und internen Abstimmungen verbringt, verliert das Unternehmen monatlich rund 240 Stunden an fakturierbarer Kapazität. Automatisierte Prozesse auf Basis strukturierter Projektdaten machen diese Stunden wieder verfügbar, ohne eine einzige zusätzliche Stelle zu besetzen.

Das KI-Paradoxon: Schnellerer Output auf schlechter Datenbasis

Mehr Geschwindigkeit löst kein Datenproblem

In der aktuellen Diskussion rund um KI und klassische Business-Software wird ein entscheidendes Muster übersehen: KI steigert Geschwindigkeit, aber sie korrigiert keine strukturellen Datenmängel. Unternehmen, die heute Projektzeiten in Excel erfassen, Budgets in separaten Tabellen pflegen und Kundenzuordnungen per E-Mail abstimmen, werden mit KI-Unterstützung dieselben Lücken schneller produzieren. Ergebnisse wirken plausibel, sind aber nicht belastbar.

Das ist das eigentliche Paradoxon: Mehr KI-Output auf einer unzureichenden Datenbasis verschleiert Probleme, löst sie aber nicht. Wer im Projektbetrieb nicht weiß, wie viele Stunden ein Auftrag tatsächlich verbraucht hat, wer Ressourcen auf Zuruf steuert und wer Projektstatus aus der Erinnerung rekonstruiert, der bekommt durch KI vor allem eines: schnellere Antworten auf Fragen, die auf den falschen Daten basieren.

SaaS als stabiler Kern einer KI-gestützten Toollandschaft

Die Debatte darüber, ob KI klassische Business-Software überflüssig macht, geht an der Praxis vorbei. Systeme, die Projektzeiten, Reisekosten, Budgets und Rechnungen zuverlässig und rechtssicher abbilden, erfüllen eine Funktion, die generische KI-Tools strukturell nicht übernehmen können: Sie sind das System of Record, also die verlässliche, über Jahre gewachsene und tief in Unternehmensprozesse integrierte Datenbasis.

Für Projektbetriebe in Deutschland sind das keine abstrakten Systemarchitektur-Fragen. Arbeitszeitgesetz, Verpflegungsmehraufwand, E-Rechnung und Revisionssicherheit sind kritische Bestandteile des operativen Betriebs. Wer übernimmt Verantwortung, wenn die KI-Ausgabe nicht gesetzeskonform ist? Wer stellt sicher, dass sich regulatorische Änderungen korrekt im System widerspiegeln? Wer garantiert, dass Kundenprojekte DSGVO-konform und auditierbar bleiben?

Diese Fragen beantworten spezialisierte PSA-Systeme täglich, für tausende Transaktionen. KI wird auf dieser Grundlage erst produktiv. Ablösen kann sie das System of Record strukturell nicht.

Wo KI und strukturierte Projektdaten zusammenwirken

Unternehmensnahe Dienstleister, die bereits ein strukturiertes Projektsystem betreiben, stehen vor einer anderen KI-Ausgangssituation als Betriebe mit fragmentierter Datenlandschaft. Sie können KI-Funktionen direkt auf konsistenten Datensätzen aufbauen: historische Projektauswertungen für bessere Kalkulationen, automatisierte Erkennung von Budget-Ausreißern, KI-gestützte Ressourcenprognosen auf Basis realer Auslastungsdaten.

Der Mehrwert entsteht nicht durch das KI-Modell allein, er entsteht durch die Kombination aus KI-Methodik und vollständiger, aktueller Datenbasis. Wer beides hat, kann iterativ skalieren. Wer nur KI-Tools einführt, ohne die Datengrundlage zu schaffen, wird feststellen, dass der erwartete Effizienzgewinn ausbleibt.

KI-Einführung im Projektbetrieb: Was tatsächlich funktioniert

Schritt 1: Daten- und Prozessbasis bewerten

Vor jeder Entscheidung für ein KI-Tool sollte jedes Unternehmen ehrlich prüfen, welche Prozesse bereits vollständig digital abgebildet sind. Konkrete Kontrollfragen: Sind Projektzeiten vollständig und projektsauber erfasst? Sind Budgets, Ressourcen und Fortschritte in einem System sichtbar? Gibt es standardisierte Reporting-Strukturen, die konsistent genutzt werden?

Wer diese Fragen mit Nein beantwortet, sollte die Prozessdigitalisierung vor der KI-Einführung priorisieren. KI auf lückenhafter Datenbasis liefert lückenhaften Output, und das schneller als zuvor. Das klingt ernüchternd, ist aber eine Chance: Unternehmen, die jetzt ihre Datengrundlage schaffen, bauen damit gleichzeitig die Infrastruktur für alle KI-Anwendungsfälle der kommenden Jahre.

Schritt 2: Anwendungsfall vor Tool wählen

64,4 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen in Deutschland setzen bereits generative KI ein. Das ist häufig der Einstieg, und er ist richtig. Die produktive Nutzung beginnt aber erst, wenn ein konkreter Anwendungsfall klar definiert ist: Automatisierung des Kunden-Statusreportings? KI-gestützte Risikobewertung laufender Projekte? Analyse von historischen Projektdaten zur Kalkulationsverbesserung?

Ein IT-Dienstleister mit 50 Mitarbeitern muss nicht mit vollautomatisierter Ressourcenplanung beginnen. Ein sinnvoller erster Schritt ist die automatisierte Zusammenfassung von Projektstatusberichten auf Basis vorhandener Zeiterfassungsdaten, realisierbar in wenigen Wochen, wenn die Daten strukturiert vorliegen. Entscheidend ist, dass der Anwendungsfall eng genug ist, um Wirkung klar messbar zu machen, und groß genug, um intern Überzeugungskraft zu entwickeln.

Schritt 3: Klein starten und Wirkung konsequent messen

62,7 Prozent der Unternehmen nennen den schwer einzuschätzenden Nutzen von KI als zentrales Hemmnis bei der Einführung, so der IW-Report. Das ist ein Messproblem, kein Technologieproblem. Wer KI-Projekte mit klar definierten Kennzahlen startet, kann Nutzen belegen und das Vertrauen im Team Schritt für Schritt aufbauen.

Geeignete Einstiegsprojekte für Projektbetriebe sind die automatisierte Meldung bei Überschreitung von Budgetschwellenwerten, KI-gestützte Zusammenfassung von Projektstatusberichten für die Kundenkommunikation sowie die Kapazitätsprognose auf Basis historischer Auslastungsdaten. In jedem dieser Fälle lässt sich der Nutzen in Stunden eingespartem Aufwand direkt messen. Was gemessen wird, wird zur Entscheidungsgrundlage für das nächste KI-Projekt.

Der strukturelle Vorteil von Professional Services

Warum IT-Dienstleister und Beratungen besonders profitieren

Unternehmensnahe Dienstleister sind mit 55 Prozent KI-Nutzungsquote die KI-aktivste Branche in Deutschland, noch vor Maschinenbau (39,9 Prozent) und Elektroindustrie. Der Grund ist strukturell: In diesen Branchen besteht die Wertschöpfung primär aus Wissen und Zeit. Beide lassen sich durch KI messbar effizienter einsetzen als in produzierenden Bereichen mit hohem Materialanteil.

Für IT-Dienstleister bedeutet das: KI übernimmt die Erstellung von Angebotsentwürfen, fasst Projektstatusberichte zusammen, erkennt Muster in historischen Projektdaten und schlägt bei Ressourcenengpässen frühzeitig Alarm. Beratungen profitieren von KI-gestützter Recherche, automatisierter Dokumentation und der Analyse von Projektabweichungsursachen über mehrere Aufträge hinweg. Agenturen können Briefingverarbeitungen, Zeitplanerstellungen und Statusberichte stark beschleunigen.

Wer sein Projektgeschäft auf KI im Projektmanagement vorbereitet, schafft gleichzeitig die Grundlage für präzisere Kalkulation, bessere Auslastungssteuerung und skalierbareres Wachstum ohne proportionale Personalaufstockung. Der direkte Zusammenhang laut IW: Innovatoren mit generativer KI erzielen 33 Prozent ihres Umsatzes mit neuen Produkten und Leistungen; Innovatoren ohne KI kommen auf 25 Prozent.

Projektdaten als Rohstoff für KI-gestützte Steuerung

ZEP bildet Projektzeiten, Budgets, Ressourcenauslastung und Projektfortschritte strukturiert ab. Diese Datenbasis ist genau das, worauf KI-gestützte Analysen aufbauen. Ob Frühwarnsysteme, automatisiertes Reporting oder Auslastungsprognosen: Die Qualität der KI-Ausgaben hängt direkt von der Konsistenz und Vollständigkeit der Eingangsdaten ab.

Ein sauber geführtes Projektsystem ist damit keine Vorbedingung für KI, es ist ihr wichtigster Hebel. Unternehmen, die bereits heute mit ZEP alle relevanten Projektdaten zentral erfassen, stehen strukturell besser da, wenn sie KI-gestützte Funktionen in ihre Steuerungsprozesse integrieren wollen. Sie sparen die Datensanierungsphase, die viele Wettbewerber noch vor sich haben.

Die Entwicklung zeigt eine klare Richtung: KI-Features werden in den kommenden Jahren tief in Projektmanagement- und PSA-Software integriert sein. Unternehmen, deren Projektdaten bereits vollständig und korrekt im System vorliegen, profitieren sofort. Unternehmen, die mit fragmentierten oder lückenhaften Daten starten, zahlen einen Preis in Zeit und Qualität, bevor die ersten verwertbaren Ergebnisse erscheinen.

Fazit: Weichen jetzt stellen

Die Lücke zwischen KI-Pionieren und Abwartenden schließt sich nicht durch Beobachten. Und sie schließt sich auch nicht schnell, wenn der Schritt zu aktiver Nutzung zu lange aufgeschoben wird. Projektbetriebe, die ihre Datenbasis heute strukturieren und erste KI-Anwendungsfälle definieren, haben in 18 Monaten messbaren Vorsprung. Das ist kein theoretisches Versprechen: 82 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen berichten bereits heute von konkreten Produktivitätsgewinnen.

Für projektbasierte Unternehmen bedeutet das drei Schritte in dieser Reihenfolge:

Schritt 1: Prüfen Sie, welche Projektdaten bereits digital und konsistent vorliegen. Wo manuelle Brüche bestehen, investieren Sie zuerst in Prozessdigitalisierung. Ohne belastbare Datenbasis liefert KI belastbare Fehler.

Schritt 2: Wählen Sie einen einzigen, klar abgegrenzten KI-Anwendungsfall mit messbarem Nutzen. Automatisiertes Projektreporting oder Budgetfrühwarnung sind geeignete Einstiegspunkte, die schnell Wirkung zeigen und intern Vertrauen schaffen.

Schritt 3: Messen Sie konsequent. Ohne definierte Kennzahlen bleibt KI Experiment. Mit Kennzahlen wird sie Investition, und mit bewiesener Wirkung wird sie zur Grundlage für das nächste KI-Projekt.

KI wird Projektmanagement verändern, in Geschwindigkeit, Transparenz und Steuerungsqualität. Unternehmen, die diesen Wandel aktiv gestalten, schaffen die Grundlage, auf der KI langfristig zur tragenden Säule ihrer Wettbewerbsfähigkeit wird.

FAQ

Welche Vorteile hat KI für IT-Dienstleister und Beratungen konkret?

KI ermöglicht IT-Dienstleistern und Beratungen vor allem die Automatisierung von Routinetätigkeiten wie Projektreporting, Statusupdates und Budgetabweichungsmeldungen. Das entlastet Fachkräfte, beschleunigt Entscheidungen und erlaubt es, mit gleichem Team mehr Projekte parallel zu steuern. Unternehmensnahe Dienstleister sind laut IW-Zukunftspanel mit 55 Prozent die KI-aktivste Branche in Deutschland, weil Wissen und Zeit ihre zentralen Produktionsfaktoren sind.

Warum nutzen so viele mittelständische Unternehmen KI noch nicht systematisch?

Das größte Hemmnis ist laut IW-Report 2025 der schwer einzuschätzende Nutzen: 62,7 Prozent der Unternehmen nennen dies als Blockade. Technologieverfügbarkeit ist dabei kaum das Problem. Hinzu kommt fehlendes Fachpersonal für die Implementierung (61,9 Prozent). In vielen KMUs fehlt außerdem die strukturierte Datenbasis, auf der KI aufbauen könnte: Projektzeiten, Budgets und Ressourcen sind oft nicht digital und konsistent erfasst.

Wie hoch ist der Produktivitätsvorteil durch KI-Nutzung im Unternehmensvergleich?

82 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die generative KI nutzen, berichten von Produktivitätssteigerungen. Im Schnitt liegen diese bei 13 Prozent pro Jahr. Modellrechnungen des IW gehen davon aus, dass durch Automatisierung die Arbeitsproduktivität bis 2030 jährlich um bis zu 3,3 Prozent steigen könnte. Für Projektbetriebe bedeutet das: Weniger administrative Zeit pro Auftrag, mehr Kapazität für wertschöpfende Tätigkeiten.

Was muss ein Unternehmen vorbereiten, bevor es KI im Projektmanagement einführt?

Die entscheidende Voraussetzung ist eine strukturierte, vollständige und aktuelle Datenbasis. Konkret: Projektzeiten sollten projektsauber digital erfasst sein, Budgets zentral sichtbar, Ressourcenauslastung in Echtzeit abrufbar. KI multipliziert Datenqualität, kompensiert sie aber nicht. Unternehmen, die Projektdaten noch in Excel oder fragmentiert in verschiedenen Systemen führen, sollten zunächst die Prozessdigitalisierung priorisieren.

Welche KI-Anwendungsfälle sind für kleine Projektbetriebe mit unter 50 Mitarbeitern sinnvoll?

Geeignete Einstiegspunkte sind automatisierte Budgetfrühwarnungen bei definierten Abweichungsschwellenwerten, KI-gestützte Zusammenfassungen von Projektstatusberichten für die Kundenkommunikation sowie Kapazitätsprognosen auf Basis historischer Auslastungsdaten. Diese Anwendungsfälle sind schnell implementierbar, wenn Projektdaten strukturiert vorliegen, und liefern messbaren Nutzen ohne großen Investitionsaufwand.

Wie beeinflusst KI die Wettbewerbsfähigkeit von Projektbetrieben gegenüber größeren Anbietern?

KI nivelliert in bestimmten Bereichen Skalenvorteile großer Unternehmen. Kleine IT-Dienstleister und Beratungen, die KI für Projektsteuerung und Reporting nutzen, können dieselbe Qualität und Liefergeschwindigkeit erreichen wie größere Wettbewerber, ohne proportional mehr Personal einzusetzen. Laut IW-Report nutzen allerdings 66 Prozent der Großunternehmen KI, aber nur 35 Prozent der Kleinstunternehmen. Wer den Anschluss verliert, riskiert dauerhaften Wettbewerbsnachteil bei Ausschreibungen und Kundenbindung.

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