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Reisekostenabrechnung: Projekte richtig abrechnen

Reisekosten im Projektgeschäft landen zu spät, falsch zugeordnet oder gar nicht in der Abrechnung. Wer Travel-Prozesse strukturell mit der Projektzeiterfassung verbindet, reduziert Fehler und beschleunigt den Geldfluss.

Xenia Dony
Consultant bei Teamwill Consulting Germany
Gelber SUV auf Wüstenstraße symbolisiert Mobilität und Dienstreisen im Projektgeschäft.
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Im IT-Consulting, in der Managementberatung und in Engineering-Büros gehört Reisen zum Tagesgeschäft. Berater fahren zum Kunden, Ingenieure dokumentieren Begehungen vor Ort, Projektleiter koordinieren Workshops an verschiedenen Standorten. Die Reisekosten entstehen dabei zuverlässig. Was häufig fehlt: die strukturierte, projektbezogene Erfassung dieser Kosten zum richtigen Zeitpunkt.

Das wirtschaftliche Problem ist konkret:

  • Reisekosten werden Projekten zu spät oder falsch zugeordnet
  • Tatsächliche Projektkosten sind wochenlang unklar
  • Abrechenbare Travel-Anteile gehen in der Abstimmung verloren
  • Projektmargen werden erst nach Projektabschluss sichtbar, wenn Nachsteuerung kaum mehr möglich ist

Für Projektdienstleister, die über Utilization, Marge und Forecast steuern, ist das kein Detailproblem. Fehlende oder zu späte Travel-Daten verzerren jeden Forecast und jede Soll-Ist-Auswertung.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Reisekostenabrechnung ohne Projektzuordnung erzeugt strukturelle Blindstellen in der Projektmarge
  • Verzögerte Einreichung durch Mitarbeitende verschiebt Abrechnungszyklen und Cash Conversion
  • Medienbrüche zwischen Travel-Prozessen und Projektcontrolling verursachen Mehraufwand in Finance und Operations
  • Digitale Reisekostenabrechnung mit direkter Projektzuordnung schließt diese Lücke operativ

Was Reisekostenabrechnung im Projektkontext bedeutet

Definition und gesetzliche Grundlage

Die Reisekostenabrechnung erfasst alle Aufwendungen, die Mitarbeitenden im Rahmen einer beruflich veranlassten Dienstreise entstehen. Rechtliche Grundlage bildet § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4a EStG, der Reisekosten als Werbungskosten definiert. Arbeitgeber können diese Kosten steuerfrei erstatten, wenn sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Im DACH-Raum gelten für Verpflegungsmehraufwand einheitliche Pauschalen: 14 Euro bei Abwesenheit ab 8 Stunden, 28 Euro ab 24 Stunden bzw. bei Übernachtung. Für An- und Abreisetage gilt die 14-Euro-Pauschale unabhängig von der tatsächlichen Abwesenheitsdauer. Bei gestellten Mahlzeiten werden die Pauschalen anteilig gekürzt. Länderspezifische Auslandspauschalen veröffentlicht das Bundesfinanzministerium jährlich.

Abgrenzung: Dienstreise versus Dienstgang

Nicht jede Außentermin-Fahrt ist eine Dienstreise. Ein Dienstgang liegt vor, wenn Mitarbeitende innerhalb regulärer Arbeitszeit einen Termin wahrnehmen und am selben Tag zur ersten Tätigkeitsstätte zurückkehren. Die Dienstreise führt zu einem auswärtigen Tätigkeitsort und dauert länger. Diese Unterscheidung bestimmt, welche Pauschalen und Erstattungsregeln gelten.

Erstattungsfähige Kostenarten im Überblick

KostenartRegelungSteuerliche Behandlung
PKW-Fahrtkosten0,30 Euro/kmSteuerfrei
Öffentliche VerkehrsmittelTatsächliche KostenSteuerfrei
Verpflegungspauschale (8–24h)14 EuroSteuerfrei
Verpflegungspauschale (ab 24h)28 EuroSteuerfrei
ÜbernachtungTatsächliche KostenSteuerfrei
Parkgebühren / MautTatsächliche KostenSteuerfrei
FrühstückKürzung um 20 % der PauschaleSteuerpflichtig bei Übererstattung

Im Projektgeschäft kommt eine weitere Dimension hinzu: Reisekosten sind häufig projektbezogen abrechenbar. Bei Time-&-Material-Projekten werden Travel-Kosten vielfach direkt an den Kunden weiterberechnet. Bei Festpreisprojekten fließen sie in die Projektkostenkalkulation und bestimmen die tatsächliche Marge.

Wo der Prozess im Alltag scheitert

Problem 1: Belege kommen zu spät

Das häufigste operative Problem ist die verzögerte Einreichung. Wer am Montag aus einem dreitägigen Kundeneinsatz zurückkommt, priorisiert zunächst offene Tickets, Follow-ups und den nächsten Projekttermin. Die Reisekostenabrechnung folgt irgendwann in der Folgewoche.

Für das Projektcontrolling bedeutet das: Kosten sind in der laufenden Periode nicht sichtbar. Ein Projektleiter, der den Budgetstatus prüft, sieht Zeitkosten, aber keine Travel-Kosten. Die Soll-Ist-Auswertung zeigt einen verzerrten Stand. Entscheidungen über Nachsteuerung und Budget-Alerts basieren auf unvollständigen Zahlen.

Problem 2: Keine Projektzuordnung, keine Steuerung

Viele Travel-Prozesse laufen über Formulare, Mail oder Standalone-Tools ohne direkte Verbindung zur Projektzeiterfassung oder zum Projektcontrolling. Reisekosten werden global erfasst, aber eben nicht auf Projektebene ausgewertet.

Für Beratungen mit mehreren parallelen Mandaten oder IT-Dienstleister mit parallelen Projekten bei unterschiedlichen Kunden bedeutet das: Die tatsächliche Projektmarge ist erst nach manuellem Aufwand rekonstruierbar. Finance und Operations müssen Daten aus Travel-Tool, Zeiterfassungssystem und Buchhaltung zusammenführen. Dieser Prozess ist fehleranfällig und zeitintensiv.

Problem 3: Abrechenbare Travel-Anteile gehen verloren

In vielen Projektverträgen sind Travel-Kosten abrechenbar. Das setzt voraus, dass diese Kosten dem richtigen Projekt zugeordnet, vollständig belegt und fristgerecht eingereicht werden. Wenn Belege fehlen, zu spät kommen oder falsch zugeordnet sind, verliert das Unternehmen abrechenbare Positionen. Bei Beratungen und IT-Dienstleistern mit intensiver Reisetätigkeit kann dieser Verlust über ein Geschäftsjahr kumulativ erheblich sein.

Problem 4: Typische Fehler, die vermeidbar sind

Auch abseits von Timing und Zuordnung entstehen operative Fehler, die bei Steuerprüfungen oder Kundenaudits auffallen:

  • Falsche Pauschalen: Die Verpflegungspauschalen sind an Zeitgrenzen gebunden. Wer 7 Stunden und 59 Minuten abwesend ist, erhält keine Pauschale. Die Kürzung bei gestellten Mahlzeiten wird häufig vergessen.
  • Doppelte Abrechnungen: In größeren Teams kommt es vor, dass dieselben Kosten mehrfach eingereicht werden. Klare Prozesse und digitale Dublettenprüfung verhindern das.
  • Fehlende Genehmigungen: Ohne vorab erteilte Freigabe bei genehmigungspflichtigen Reisen riskieren Mitarbeitende, auf Kosten sitzenzubleiben.

Warum Excel und Standalone-Tools an ihre Grenzen stoßen

Eine Excel-Tabelle für Reisekostenabrechnungen ist in kleinen Teams beherrschbar. Ab einer gewissen Projektanzahl und Reisefrequenz kippt das Modell. Die Kernprobleme sind strukturell:

  • Keine Echtzeitverfügbarkeit. Eine Excel-basierte Erfassung liefert keine Daten, die sofort ins Projektcontrolling fließen. Jede Auswertung erfordert manuellen Export, Abgleich und Aufbereitung.
  • Fehlerquellen in der Projektzuordnung. Wenn Mitarbeitende Projektnummern oder Kundennamen selbst eintragen, entstehen Tippfehler, veraltete Projektreferenzen und inkonsistente Zuordnungen. Finance verbringt Zeit mit Klärung statt mit Auswertung.
  • Keine Kontrolle über Fristen und Vollständigkeit. Excel erinnert niemanden. Belege fehlen, Perioden werden vergessen, Genehmigungen verzögern sich.
  • Keine Brücke zur Abrechnung. Abrechenbare Travel-Positionen müssen manuell aus der Travel-Tabelle in die Rechnungsstellung überführt werden. Dieser Übergang ist fehleranfällig und zeitaufwendig.

Standalone-Travel-Tools lösen einzelne dieser Probleme, erzeugen aber einen weiteren Toolbruch: zwischen Travel-Erfassung und Projektcontrolling. Wer fünf parallele Projekte steuert, braucht keine sechste Datenquelle.

Digitale Reisekostenabrechnung mit Projektzuordnung: So funktioniert es

Digitale Reisekostenabrechnung entfaltet ihren vollen Wert erst dann, wenn sie auf derselben Datenbasis liegt wie Projektzeiterfassung und Projektcontrolling. Ein Mitarbeitender, der eine Dienstreise zum Kunden dokumentiert, ordnet diese direkt dem Projekt zu. Dieselbe Projektnummer, dieselbe Datenstruktur.

Das Ergebnis: Projektleiter sehen im Controlling sofort, welche Reisekosten auf welchem Projekt gelaufen sind. Finance sieht die vollständigen Projektkosten ohne Datenmontage. Die Abrechnung zum Kunden umfasst alle abrechenbaren Positionen aus einer Quelle.

Schritt für Schritt zur korrekten Abrechnung

Belege sofort digital erfassen. Quittungen gehen schnell verloren oder bleichen aus. Die sofortige Erfassung per Smartphone-Foto direkt nach der Ausgabe verhindert Belegverlust. Wichtig: Belege müssen alle Pflichtangaben enthalten, damit sie steuerlich anerkannt werden.

Pauschalen automatisch berechnen lassen. Fehler bei Verpflegungspauschalen entstehen häufig durch manuelle Berechnung. Digitale Systeme ermitteln die Pauschalen automatisch auf Basis der erfassten Reisezeiten und berücksichtigen Kürzungen bei gestellten Mahlzeiten sowie Auslandssätze.

Genehmigungsworkflow digital abbilden. Die Führungskraft prüft die sachliche Richtigkeit, Finance kontrolliert die formale Korrektheit. Digitale Workflows leiten Abrechnungen automatisch weiter und senden Erinnerungen bei überfälligen Freigaben. Mitarbeitende sehen jederzeit den Status ihrer Abrechnung.

Daten direkt in Lohnbuchhaltung und Projektabrechnung übergeben. Nach Freigabe sollten freigegebene Abrechnungen automatisch in die Buchhaltungssysteme exportiert werden. Schnittstellen zu DATEV und Lexware vermeiden manuelle Übertragung und die damit verbundenen Fehlerquellen.

Reisekostenmanagement-Software: Auswahlkriterien

Bei der Auswahl eines digitalen Systems sollten Projektdienstleister auf folgende Punkte achten:

  • Automatische Berechnung von Verpflegungs- und Kilometerpauschalen inklusive Auslandssätzen
  • Mobile App zur Belegerfassung per Foto mit Offline-Funktionalität
  • Direkte Projektzuordnung in derselben Oberfläche wie die Projektzeiterfassung
  • Digitaler Freigabe-Workflow mit Push-Benachrichtigungen
  • Integration mit der Projektabrechnung und Rechnungsstellung
  • Schnittstellen zu DATEV, Lexware oder anderen DACH-Buchhaltungssystemen
  • Langfristige Stabilität und reaktionsschneller Support

Besonders das letzte Kriterium wird in der Praxis unterschätzt: Die beste Software hat wenig Wert, wenn bei Fragen oder Problemen keine verlässliche Unterstützung verfügbar ist.

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Teamwill Germany: 17 Jahre Praxiserfahrung mit digitaler Reisekostenabrechnung

Teamwill Germany ist eine Deutsche Experten-Beratung, spezialisiert auf den Finanzdienstleistungssektor mit Schwerpunkten in Business Expansion, Operational Excellence und IT-Transformation. Für die Mitarbeitenden, die regelmäßig bei Kunden vor Ort im Einsatz sind, ist Reisekostenabrechnung kein Randthema, sondern ein operativer Kernprozess.

Eine Datenbasis für Zeit, Reisen und Projekte

Seit dem 01.01.2008 nutzt Teamwill Germany ZEP für Projektzeiterfassung, Standortverwaltung, Reisekostenerfassung und weitere Belegerfassung. Die transparente, minutengenaue und projektbezogene Zeiterfassung ermöglicht eine präzise Zuordnung aller Aufwände zu den jeweiligen Kundenprojekten. Reisezeiten werden direkt in der Zeiterfassung als Dienstreise markiert und die Reisekosten fließen automatisch in die Projektabrechnung ein.

Das schafft genau die Datenbasis, die für belastbares Projektcontrolling notwendig ist: Zeitkosten und Travel-Kosten auf derselben Projektnummer, ohne manuelle Überführung zwischen Systemen.

Mobile Erfassung als Schlüssel zur Aktualität

Die ZEP-App ermöglicht Zeiterfassung auch unterwegs. Besonders praktisch: Die Handykamera lässt sich direkt zur Belegerfassung nutzen. Belege werden fotografiert und in der App hochgeladen, was die spätere Abrechnung erheblich beschleunigt. Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Datenqualität bei geringerem administrativem Aufwand auf beiden Seiten.

Automatische Berechnungen, die Fehler verhindern

ZEP berechnet Fahrtkosten und Verpflegungspauschalen automatisch auf Basis der erfassten Reisezeiten. Die automatische VMA-Berechnung sowie die Kilometergeld-Berechnung erfolgen ohne manuelle Eingriffe. Das reduziert Fehlerquellen erheblich, besonders bei komplexen Reisen mit Auslandsaufenthalten oder mehreren Kostenstellen.

Freigabeprozess und Lohnbuchhaltungs-Integration

Die Abrechnung durchläuft bei Teamwill Germany einen definierten digitalen Freigabeprozess. Führungskräfte erhalten Push-Benachrichtigungen und können mobil freigeben. Nach Freigabe fließen die Daten automatisch in die Lohnbuchhaltung und über die DATEV-Schnittstelle direkt in die Finanzbuchhaltung. Der gesamte Prozess vom Beleg bis zur Erstattung läuft digital, nachvollziehbar und ohne Medienbrüche.

Reporting für Projektcontrolling und Management

Übersichtliche Reporting- und Exportfunktionen für Controlling und Management sind ein entscheidender Faktor. Die Möglichkeit, alle projektbezogenen Daten an einem Ort zu haben, macht Auswertungen deutlich effizienter. Wie hoch sind Reisekosten pro Projekt? Welche Kostenstellen verursachen den höchsten Travel-Aufwand? Gibt es Einsparpotenziale durch günstigere Verkehrsmittel? Diese Fragen lassen sich mit integrierten Daten beantworten statt mit Excel-Forensik.

Zusätzlich ist bei Teamwill Germany das Urlaubs- und Abwesenheitsmanagement direkt integriert, was den Verwaltungsaufwand weiter reduziert. Alle Funktionen in einem System: Zeiterfassung, Abwesenheiten, Reisekostenabrechnung und Belegerfassung.

Reisekostenmanagement als wirtschaftliche Steuerungsgröße

Projektmarge wird erst mit vollständigen Kosten sichtbar

Für Projektdienstleister gilt: Die Marge eines Projekts ist nur dann belastbar, wenn alle Kostenpositionen vollständig und zeitnah erfasst sind. Personalkosten über Projektzeiterfassung abzubilden und Reisekosten separat und verzögert zu erfassen, produziert strukturell unvollständige Projektkostenrechnung.

Wer Folgeprojekte kalkuliert, braucht verlässliche Aufwandsdaten aus Vorprojekten. Wer Ressourcenentscheidungen trifft, braucht einen belastbaren Forecast. Beides setzt voraus, dass Travel-Kosten denselben Stellenwert in der Datenarchitektur haben wie Zeitkosten.

Abrechenbare Reisekosten als Margenhebel

In Consulting-Projekten mit Travel-Abrechnung ist jede nicht eingereichte oder falsch zugeordnete Reisekostenposition direkter Margenverlust. Ein Reisekostenmodul mit integrierter Projektzeiterfassung stellt sicher, dass abrechenbare Positionen vollständig erfasst und für die Rechnungsstellung verfügbar sind. Für Beratungen mit parallelen Mandaten und intensiver Reisetätigkeit ist das kein Edge Case.

Cash Conversion und Abrechnungsgeschwindigkeit

Wie schnell ein Projektdienstleister aus abgeschlossenen Leistungen Umsatz realisiert, hängt wesentlich davon ab, wie schnell alle abrechnungsrelevanten Positionen verfügbar sind. Verzögerte Reisekostenabrechnungen verzögern die Rechnungsstellung. Verzögerte Rechnungsstellung verlangsamt Cash Conversion.

Ein durchgehender Project-to-Bill-Flow von Erfassung über Genehmigung bis zur Rechnungsstellung ohne Medienbrüche ist in ZEP Professional angelegt. Reisekosten fließen direkt in die abrechenbare Leistungsposition.

Wann der Wechsel zu einer integrierten Lösung wirtschaftlich wird

Projektdienstleister stellen den Travel-Prozess typischerweise um, wenn:

  • Reisekosten regelmäßig mit Verzögerung von mehr als zwei Wochen eingehen
  • Finance-Mitarbeitende mehrere Stunden pro Monat mit der Zusammenführung von Travel- und Projektdaten verbringen
  • Projektmargen ohne manuelle Nacharbeit nicht vollständig sichtbar sind
  • Kunden Travel-Positionen in der Rechnung nachfragen oder beanstanden
  • Der Abrechnungszyklus durch fehlende Belege systematisch verlängert wird
  • Wachstum und neue Standorte den manuellen Prozess an seine Kapazitätsgrenzen bringen

Das sind keine isolierten Probleme. Sie zeigen an, dass ein manueller oder dezentraler Travel-Prozess zum Engpass für das gesamte operative Projektgeschäft geworden ist.

Fazit: Travel-Prozesse gehören auf dieselbe Datenbasis wie Projektzeiten

Reisekostenabrechnung ist kein HR-Thema. Im Projektgeschäft ist sie eine Steuerungsgröße. Wer Travel-Kosten strukturell von Projektcontrolling und Abrechnung trennt, verzichtet auf Margentransparenz, verlangsamt Cash Conversion und produziert Mehraufwand in Finance und Operations.

Die Erfahrung von Teamwill Germany zeigt, was über 17 Jahre hinweg funktioniert: eine durchgängige digitale Lösung, die Zeiterfassung, Reisekostenabrechnung und Projektcontrolling auf einer Datenbasis verbindet. Der Verwaltungsaufwand ist deutlich gesunken, die Datenqualität hat sich verbessert und die Mitarbeitenden nutzen das System auch unterwegs.

Konkrete Handlungsempfehlungen:

  1. Führen Sie Reisekosten und Projektzeiterfassung auf eine gemeinsame Plattform zusammen. Parallele Systeme erzeugen strukturell Datenverlust.
  2. Etablieren Sie mobile Erfassung als Standard. Belege und Pauschalen sollten innerhalb von 24 Stunden nach der Reise erfasst sein.
  3. Prüfen Sie, welche Travel-Positionen in Ihren Projektverträgen abrechenbar sind, und stellen Sie sicher, dass diese vollständig und projektbezogen dokumentiert werden.
  4. Verbinden Sie Genehmigungsworkflows digital. Manuelle Freigaben per Mail verlangsamen den Zyklus und produzieren keine revisionssichere Dokumentation.
  5. Nutzen Sie Reisekostendaten als Eingabe für Projektkalkulation und Forecast, nicht nur für Erstattung und Buchhaltung.

FAQ

Wie ordne ich Reisekosten direkt einem Projekt zu?

Mit einer integrierten Reisekostensoftware erfassen Mitarbeitende Reisekosten in derselben Oberfläche wie Projektzeiten. Projektnummer und Kundenzuordnung werden beim Erstellen der Reisekostenposition direkt hinterlegt. Voraussetzung ist, dass die Reisekostenfunktion auf derselben Datenbasis liegt wie die Projektzeiterfassung, nicht in einem separaten Tool.

Welche Reisekosten kann ich im Projekt an den Kunden weiterberechnen?

Welche Travel-Positionen abrechenbar sind, hängt vom Projektvertrag ab. Typischerweise werden Fahrtkosten, Übernachtungen und Verpflegungsmehraufwand nach Nachweis oder Pauschale weitergegeben. Voraussetzung ist eine vollständige, projektbezogene Dokumentation mit Belegen. Ohne saubere Projektzuordnung ist Weiterberechnung aufwendig und fehleranfällig.

Was sind die steuerlichen Anforderungen an eine digitale Reisekostenabrechnung?

Die digitale Belegaufbewahrung muss den GoBD-Anforderungen entsprechen: Unveränderbarkeit, Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit. Elektronisch erfasste Belege müssen für die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren revisionssicher gespeichert sein. DACH-konforme Softwarelösungen bilden diese Anforderungen standardmäßig ab.

Wie lange darf eine Reisekostenabrechnung maximal dauern?

Es gibt keine gesetzliche Einreichungsfrist für Mitarbeitende, aber aus steuerlichen Gründen sollten Reisekosten im selben Kalendermonat oder spätestens im Folgemonat abgerechnet werden. Für das Projektcontrolling empfiehlt sich eine Einreichung innerhalb von fünf Arbeitstagen nach Reiseende, damit Projektkosten zeitnah sichtbar sind.

Was kostet es, wenn Reisekosten nicht rechtzeitig im Projekt erfasst werden?

Verzögerte Travel-Daten verzerren Soll-Ist-Auswertungen, verschieben die Rechnungsstellung und verschlechtern Cash Conversion. Bei abrechenbaren Reisekosten entsteht direkter Umsatzverlust, wenn Positionen nicht mehr zugeordnet werden können. Über ein Geschäftsjahr kumuliert sich das bei reiseintensiven Teams zu einem messbaren wirtschaftlichen Schaden.

Welche Software hilft bei der Reisekostenabrechnung im Projektgeschäft?

PSA-Software (Professional Services Automation) mit integrierter Projektzeiterfassung bietet den vollständigen Prozess: automatische Berechnung von Verpflegungs- und Kilometerpauschalen, mobile App zur Belegerfassung, digitale Freigabe-Workflows, direkte Projektzuordnung und Schnittstellen zu DATEV und Lexware. Teamwill Germany nutzt ZEP seit 2008 für genau diesen integrierten Ansatz mit 122 reisenden Mitarbeitenden.

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