Ein Wohnungsbau-Projekt, Honorarzone III, solide kalkuliert: Das Angebot passt, der Auftrag kommt. Sechs Monate später stellt der Projektleiter fest, dass das Budget für Leistungsphase 5 bereits zur Hälfte verbraucht ist, obwohl die Werkplanung gerade erst begonnen hat. Die Mitarbeiter haben ihre Stunden erfasst, allerdings auf unterschiedlichen Tabellen, mit unterschiedlichen Tätigkeitsbeschreibungen und ohne Zuordnung zu den einzelnen Leistungsphasen.
Das ist kein Einzelfall. Architekturbüros arbeiten strukturell anders als Produktionsbetriebe: Jedes Projekt ist individuell, Leistungsphasen laufen zeitlich versetzt, Ressourcen werden projektübergreifend eingesetzt und die Abrechenbarkeit hängt direkt an der Qualität der Zeitdokumentation. Genau dort entstehen die meisten Verluste, nicht durch schlechte Planung, sondern durch fehlende Transparenz im laufenden Betrieb.
Wo das Geld im Projektbetrieb verschwindet
Die Bundesarchitektenkammer verzeichnet zum 1. Januar 2025 exakt 142.120 eingetragene Kammermitglieder in Deutschland. Das jährliche Planungsvolumen liegt bei 11 Milliarden Euro, die damit verbundene Bausumme bei 350 Milliarden Euro. Hinter diesen Zahlen stehen tausende kleine und mittelgroße Büros, bei denen der kaufmännische Apparat oft aus einer einzigen Person besteht, oder gar keiner.
Die BAK-Befragung 2025, an der mehr als 15.600 Kammermitglieder teilnahmen, zeigt ein deutliches Bild: Steigende Softwarekosten, wachsende Bürokratieanforderungen und ein spürbarer Rückgang der Gründungsbereitschaft. 41 Prozent der angestellten Architekten schließen eine eigene Bürogründung aus, als Hauptgrund nennen sie finanzielle Unsicherheit. Das ist kein Zufall. Viele Büros schaffen es zwar, Aufträge zu akquirieren, aber nicht, diese konsequent rentabel abzuarbeiten.
Typische Fehlerquellen im Büroalltag
Die häufigsten Controlling-Lücken in Architekturbüros entstehen an drei Stellen: erstens bei der Stundenerfassung ohne Leistungsphasenzuordnung, sodass am Projektende nicht klar ist, welche Phase wie viel Budget verbraucht hat. Zweitens beim Honorarmanagement, wenn Zusatzleistungen und Bauerrenänderungen nicht zeitnah als Nachträge dokumentiert werden. Drittens beim Ressourceneinsatz, wenn Mitarbeiter auf Projekten arbeiten, die eigentlich bereits ihr Budget ausgeschöpft haben, ohne dass jemand das in Echtzeit sieht.
Ein Architekturbüro mit 15 Mitarbeitern und sechs laufenden Projekten kann so pro Jahr Honorarvolumen in erheblicher Größenordnung verlieren: nicht weil Leistungen nicht erbracht wurden, sondern weil sie nicht dokumentiert, nicht zugeordnet und damit nicht abrechenbar sind.
Was Architekten 2025 beim Controlling beachten müssen
Gesetzliche Grundlagen: Zeiterfassung und Dokumentationspflicht
Seit dem BAG-Urteil von September 2022 gilt die systematische Zeiterfassung als Pflicht für alle Arbeitgeber in Deutschland. Das betrifft auch Architekturbüros, unabhängig von ihrer Größe. BauNetzWissen weist explizit darauf hin, dass Arbeitszeiterfassung zum Schutz der Arbeitnehmer verpflichtend ist und zur Auswahl stehen manuelle, elektronische und automatische Systeme. Seit 2026 drohen bei nicht konformer Umsetzung Bußgelder bis 30.000 Euro.
Hinzu kommt die E-Rechnungspflicht, die seit Januar 2025 für Unternehmen in der EU greift. Architekturbüros, die an öffentliche Auftraggeber leisten, müssen bereits jetzt digitale Rechnungsformate (XRechnung) liefern. Die Vorstufe dafür: eine saubere, digital abrufbare Leistungsdokumentation pro Projekt.
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Wo entstehen im Alltag Probleme bei der Umsetzung?
Das zentrale Problem bei der Umsetzung ist die Trennung von Erfassung und Controlling. Viele Büros haben zwar irgendeine Form der Zeiterfassung, aber keine Verbindung zu Projektbudgets, Leistungsphasen oder Abrechenbarkeit. Die Stunden wandern in eine Tabelle, die Projektkalkulation lebt in einer anderen, und die Buchhaltung arbeitet mit einem dritten System.
Ein weiteres Problem beschreibt die Brandenburgische Architektenkammer in ihren Fortbildungsangeboten: die fehlende Differenzierung zwischen geleisteten und erwirtschafteten Stunden.
- Geleistet bedeutet: Der Mitarbeiter hat die Zeit aufgewendet.
- Erwirtschaftet bedeutet: Diese Zeit ist abrechenbar und wird auch tatsächlich vergütet.
Wer diesen Unterschied nicht systematisch erfasst, verschenkt Honorarpotenzial.
Was passiert bei Fehlern?
Nicht abgerechnete Zusatzleistungen verfallen nach Projektabschluss. Stundennachweise, die bei Auftraggeber-Prüfungen nicht belegt werden können, führen zu Rechnungskürzungen. Und seit 2026 drohen Bußgelder für fehlende oder nicht konforme Arbeitszeitdokumentation. Die Kombination dieser drei Risiken macht fehlerhaftes Controlling im Architekturbüro zu einem dauerhaften wirtschaftlichen Problem.
Projektcontrolling im Architekturbüro: Drei Alltagssituationen
Kleines Büro mit 5–10 Mitarbeitern: Das stille Budgetproblem
Ein Büro mit acht Mitarbeitern bearbeitet vier Projekte gleichzeitig. Die Stunden werden wöchentlich in eine gemeinsame Excel-Tabelle eingetragen. Projektbudgets sind im Angebot hinterlegt, aber nirgendwo wird der tatsächliche Verbrauch gegen das kalkulierte Budget gespiegelt.
Was nervt: Der Geschäftsführer erfährt erst bei der Schlussrechnung, dass Leistungsphase 4 um 40 Prozent überzogen wurde. Nachträge hätten abgerechnet werden können, wurden aber nicht rechtzeitig erkannt.
Ohne systemische Lösung: Manuelle Auswertung einmal im Monat, zwei bis drei Stunden Aufwand, Daten veraltet bei Fertigstellung, keine Eskalationsroutine bei Budgetüberschreitung.
Mit systematischer Projektzeiterfassung: Jede gebuchte Stunde wird automatisch dem Projektbudget und der Leistungsphase zugeordnet. Eine Ampelfunktion zeigt an, sobald 80 Prozent des Phasenbudgets verbraucht sind. Der Projektleiter kann sofort reagieren, noch während das Projekt läuft. Zusatzleistungen durch Bauherrenänderungen werden direkt als Nachtragspositionen dokumentiert.
Ergebnis: Nicht vergütete Mehrarbeit wird zur Ausnahme statt zur Regel. Ein digitales System zur Zeiterfassung ermöglicht es, Stundennachweise jederzeit abrufbereit zu halten, um diese in einen geeigneten HOAI-Rechner einzupflegen.
Mittleres Büro mit 15–25 Mitarbeitern: Das Reporting-Problem
Ein Büro mit 20 Mitarbeitern und acht laufenden Projekten muss wöchentlich Statusberichte für die Geschäftsführung aufbereiten. Bisher werden dafür Daten aus drei Quellen zusammengetragen: einer Excel-Zeiterfassungstabelle, E-Mails mit Stundenrückmeldungen von Projektleitern und einem separaten Budgetplan.
Was nervt: Das Reporting dauert vier Stunden pro Woche. Die Zahlen sind bei Fertigstellung bereits drei Tage alt. Ressourcenengpässe werden erst sichtbar, wenn sie bereits eingetreten sind.
Ein vergleichbares Architekturbüro hat diesen Prozess nach der Einführung von ZEP auf 15 Minuten reduziert. Alle Projektkennzahlen (gebuchte Stunden, Budgets, Soll-Ist-Vergleiche) werden automatisch aus den erfassten Projektzeiten generiert. Fehlerquellen durch manuelle Übertragung entfallen nahezu vollständig.
Ergebnis: 90 Prozent Zeitersparnis beim Reporting, höhere Datenqualität, frühere Erkennbarkeit von Ressourcenengpässen.
Büro mit Bauleitungsaufgaben (LP 8): Das Dokumentationsproblem
Ein Büro mit 35 Mitarbeitern erbringt regelmäßig Bauleistungen nach Leistungsphase 8. Mitarbeiter dokumentieren ihre Baustellenpräsenz auf Papierstundenzetteln, die wöchentlich ins Büro gefaxt oder mitgebracht werden.
Was nervt: Bei Auftraggeber-Prüfungen oder Schlussrechnungen müssen Stundennachweise belastbar sein. Papierzettel, die nachträglich übertragen wurden, halten dieser Prüfung selten stand. Außerdem müssen die Zeiten zusätzlich für die gesetzliche Arbeitszeiterfassung dokumentiert werden: doppelter Aufwand, doppelte Fehlerquellen.
Mit mobiler App-Zeiterfassung buchen Mitarbeiter ihre Zeiten direkt auf der Baustelle, dem Projekt zugeordnet. Die Daten werden verschlüsselt übertragen und revisionssicher gespeichert. Für die Schlussrechnung steht ein vollständiger, nachvollziehbarer Stundennachweis auf Knopfdruck bereit. Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung ist dabei automatisch erfüllt.
Schritt für Schritt: So implementieren Sie funktionierendes Controlling
Der Weg zu belastbarem Projektcontrolling im Architekturbüro folgt einer klaren Reihenfolge:
Schritt 1: Projektstruktur definieren. Legen Sie fest, welche Leistungsphasen Sie in Ihrem Büro standardmäßig nutzen und wie Budgets pro Phase kalkuliert werden. Ohne klare Projektstruktur nützt keine Software.
Schritt 2: Zeiterfassung auf Projekte und Phasen einrichten. Jede erfasste Stunde muss mindestens einem Projekt zugeordnet sein. Für belastbares Controlling ist die zusätzliche Zuordnung zur Leistungsphase unverzichtbar.
Schritt 3: Budgetabgleich automatisieren. Statt manueller Monatsprüfungen benötigen Sie eine automatische Warnung, sobald ein Phasenbudget zu einem definierten Prozentsatz verbraucht ist. Das gibt Ihnen Zeit zum Gegensteuern.
Schritt 4: Nachträge proaktiv dokumentieren. Jede Leistung, die über den ursprünglichen Auftrag hinausgeht, wird sofort als potenzieller Nachtrag markiert. Nicht erst am Projektende, wenn der Auftraggeber bereits einen anderen mentalen Abschluss gemacht hat.
Schritt 5: Reporting automatisieren. Wöchentliche oder monatliche Statusberichte sollten auf Knopfdruck verfügbar sein, nicht durch manuelle Datenzusammenführung entstehen.
Checkliste: Ist Ihr Projektcontrolling wirklich belastbar?
Basis-Anforderungen (Muss)
- Stundenerfassung mit direkter Projektzuordnung
- Budgets pro Projekt hinterlegt und abrufbar
- Soll-Ist-Vergleich mindestens wöchentlich möglich
- Gesetzeskonforme Arbeitszeiterfassung (BAG-Pflicht)
Erweiterte Anforderungen (Sollte)
- Zeiterfassung nach Leistungsphasen differenziert
- Automatische Budgetalarmierung bei Grenzwertüberschreitung
- Stundennachweise für Stundensatzleistungen auf Knopfdruck abrufbar
- Mobile Erfassung für Außendienst und Baustellenpräsenz
- Ressourcenplanung über mehrere Projekte hinweg
Optimale Anforderungen (Kann)
- Direkte Verknüpfung von Zeiterfassung und Honorarabrechnung
- DATEV-Export für nahtlose Buchhalterübergabe
- Automatisiertes Projektreporting für Geschäftsführung
- Szenario-Simulation für neue Projektkalkulationen auf Basis historischer Daten
Büros, die alle Basis-Anforderungen ohne digitales System erfüllen wollen, stoßen schnell an Kapazitätsgrenzen. Die erweiterten und optimalen Anforderungen sind manuell praktisch nicht realisierbar.
Wie systematische Zeiterfassung Margen sichert
Das Projektcontrolling in Architekturbüros hat eine andere Logik als in Produktionsbetrieben: Nicht ein Produkt wird hergestellt, sondern Planungsleistung erbracht, deren Wert direkt an der dokumentierten Zeit hängt. Das macht Zeiterfassung zur Grundlage nicht nur der Abrechnung, sondern auch des gesamten kaufmännischen Steuerungssystems.
Was ZEP konkret leistet
ZEP ist eine webbasierte Software für Projektzeiterfassung und Projektcontrolling, die speziell für projektbasierte Dienstleistungsunternehmen entwickelt wurde, darunter Architekturbüros und Ingenieurbüros. Der Einsatz löst die drei zentralen Probleme, die oben beschrieben wurden:
Das Budgettransparenz-Problem wird durch automatische Soll-Ist-Vergleiche gelöst: Jede erfasste Stunde wird dem Projektbudget zugerechnet, und eine Ampelfunktion signalisiert proaktiv, wenn definierte Grenzwerte überschritten werden. Projektleiter sehen in Echtzeit, welche Projekte im grünen Bereich sind und wo Handlungsbedarf besteht.
Das Reporting-Problem wird durch automatisierte Auswertungen adressiert: Projektberichte mit allen relevanten Kennzahlen (erfasste Stunden, Budgetstatus, Auslastung, Soll-Ist-Abweichung) stehen auf Knopfdruck bereit. Statt manueller Datenzusammenführung über mehrere Stunden entsteht ein belastbarer Bericht in wenigen Minuten.
Das Dokumentationsproblem für Außendiensttätigkeiten löst die mobile App: Mitarbeiter erfassen Zeiten direkt auf der Baustelle, die Daten werden verschlüsselt synchronisiert und revisionssicher gespeichert. Das erfüllt gleichzeitig die gesetzliche Pflicht zur Arbeitszeiterfassung nach BAG-Urteil 2022.
Vorher/Nachher im Büroalltag
Vorher: Vier Stunden Reporting-Aufwand pro Woche, Excel-Tabellen mit manuellen Übertragungsfehlern, Budgetüberschreitungen werden zu spät erkannt, Stundennachweise für LP 8 auf Papierbasis.
Nachher: 15 Minuten Reporting-Aufwand, automatische Soll-Ist-Vergleiche in Echtzeit, proaktive Budgetalarmierung, mobile Zeiterfassung für Baustelle und Außendienst, revisionssichere Dokumentation für alle Anforderungen.
Die Budgetplanung profitiert zusätzlich: Historische Projektdaten aus dem System liefern eine belastbare Grundlage für neue Kalkulationen. Büros, die wissen, wie viel Stunden eine Leistungsphase bei vergleichbaren Projekten tatsächlich verbraucht hat, kalkulieren präziser und schützen ihre Marge von Anfang an.
Fazit
Architekten Controlling ist keine Buchhalteraufgabe, die am Monatsende erledigt wird. Es ist ein laufendes Steuerungsinstrument, das im Projektalltag funktionieren muss: nah an der Baustelle, nah am Projektleiter, nah an der tatsächlich erbrachten Leistung. Wer diesen Ansatz konsequent umsetzt, schützt nicht nur Margen, er schafft auch die Datenbasis, die für präzisere Kalkulationen, schnellere Entscheidungen und rechtssichere Dokumentation gebraucht wird. Die Werkzeuge dafür sind vorhanden. Die Frage ist, ab wann der manuelle Aufwand teurer wird als die Lösung.
FAQ
Wie behalte ich als Architekturbüro den Überblick über Projektkosten und Stundenbudget bei mehreren parallelen Projekten?
Der entscheidende Schritt ist die Verknüpfung von Zeiterfassung und Projektbudget in einem einzigen System. Jede erfasste Stunde wird dabei automatisch dem jeweiligen Projekt und der Leistungsphase zugeordnet und gegen das kalkulierte Budget gespiegelt. Eine Ampelfunktion oder ein automatischer Alarm signalisiert, sobald ein definierter Grenzwert erreicht wird. Getrennte Excel-Tabellen für Zeiten und Budgets funktionieren in der Praxis nicht, weil die manuelle Synchronisation zu viel Zeit kostet und fehleranfällig ist.
Welche Kennzahlen sind für das Projektcontrolling im Architekturbüro wirklich relevant?
Die drei wichtigsten Steuerungsgrößen sind der Budgetverbrauch pro Leistungsphase im Verhältnis zum Planwert, die Abrechenbarkeitsquote (welcher Anteil der geleisteten Stunden ist auch tatsächlich abrechenbar) und die Projektmarge, also das Verhältnis von erzieltem Honorar zu tatsächlich eingesetzten Ressourcen. Ergänzend hilft eine Ressourcenauslastung auf Mitarbeiterebene, um Engpässe und Leerlauf rechtzeitig zu erkennen.
Was kostet ein Architekturbüro fehlende oder unstrukturierte Zeiterfassung konkret?
Die direkten Kosten entstehen durch nicht abgerechnete Zusatzleistungen, die mangels Dokumentation verfallen, durch Rechnungskürzungen bei Stundensatzpositionen ohne belastbaren Nachweis und durch den Verwaltungsaufwand für manuelles Reporting und Datenzusammenführung. Hinzu kommen seit 2026 potenzielle Bußgelder bis 30.000 Euro bei nicht konformer Arbeitszeiterfassung nach dem BAG-Urteil von 2022. Indirekter entsteht Schaden durch Fehlkalkulationen zukünftiger Projekte, wenn historische Verbrauchsdaten nicht systematisch vorliegen.
Wie lässt sich Projektcontrolling in HOAI-Leistungsphasen sinnvoll strukturieren?
Die HOAI gliedert Planungsleistungen in neun Leistungsphasen mit unterschiedlichen Honoraranteilen. Für ein funktionierendes Controlling sollten Budgets phasengenau kalkuliert und die Zeiterfassung entsprechend strukturiert sein. So ist jederzeit erkennbar, ob das Budget einer bestimmten Phase noch ausreicht oder ob frühzeitig gegengesteuert werden muss. Zusatzleistungen außerhalb des beauftragten Leistungsumfangs werden als eigenständige Positionen erfasst und können als Nachträge abgerechnet werden.
Ab welcher Bürogröße lohnt sich eine dedizierte Projektcontrolling-Software für Architekten?
Bereits ab fünf bis sieben Mitarbeitern und drei oder mehr parallel laufenden Projekten wird der manuelle Aufwand für Excel-basiertes Controlling unverhältnismäßig hoch. Ab dieser Größe übersteigen typischerweise die Zeitkosten für manuelles Reporting und Datenabgleich die Lizenzkosten einer Software. Entscheidend ist nicht die Mitarbeiterzahl, sondern die Anzahl gleichzeitig aktiver Projekte und die Notwendigkeit, Ressourcen projektübergreifend zu steuern.
Wie hängen Zeiterfassung und Honorarabrechnung nach HOAI zusammen?
Bei Leistungen, die nach Stundensatz abgerechnet werden (zum Beispiel bestimmte Sonderleistungen oder Bauleitung nach Aufwand), ist ein vollständiger, nachvollziehbarer Stundennachweis die Voraussetzung für eine belastbare Rechnung. Auftraggeber können Stundensatzrechnungen ohne Dokumentation anfechten. Gleichzeitig ergibt sich aus einer lückenlosen Zeiterfassung nach Leistungsphasen eine belastbare Grundlage für die Honoraranpassung, wenn sich die anrechenbaren Kosten im Projektverlauf wesentlich ändern. Systeme, die Zeiterfassung und Abrechnung direkt miteinander verbinden, helfen dabei, diesen Zusammenhang automatisch herzustellen.
Achtung: ZEP beinhaltet KEINEN eigenen HOAI-Rechner. Die erfassten Projektzeiten können aber als Grundlage dienen, die in einen expliziten Rechner eingetragen werden!








