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Beste Zeiterfassung-Software: 5 Tools ehrlich verglichen

Fünf Zeiterfassung-Software-Lösungen zwischen 2 und 18 Euro pro User im Vergleich. Vier Kriterien zeigen, welches Tool Compliance abdeckt und welches echtes Projektgeschäft trägt.

Tanja Hartmann
Content Marketing Managerin
Vergleichstabelle mit fünf Zeiterfassung-Software-Lösungen auf einem Laptop-Bildschirm, daneben Notizen zu Auswahlkriterien auf dem Schreibtisch.
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Stand: August 2026. Funktionsumfänge und Preise der genannten Anbieter ändern sich regelmäßig, dieser Artikel wird entsprechend aktualisiert.

Wer Zeiterfassung-Software nach Preis pro User oder App-Store-Bewertung auswählt, kauft häufig zweimal. Das erste System deckt die Erfassungspflicht ab, liefert aber keine nutzbaren Projektdaten. Zwei Jahre später folgt der zweite Auswahlprozess, diesmal inklusive Datenmigration und erneuter Einführung.

Dieser Vergleich nimmt deshalb eine andere Perspektive ein. Er kürt keinen pauschalen Sieger unter den fünf Tools. Er zeigt anhand von vier Kriterien, welches Werkzeug zu welchem Einsatzprofil passt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fünf Tools im Vergleich: ZEP, awork, clockodo, Papershift und factorial
  • Vier Auswahlkriterien: Projektbezug, Abrechnung, DSGVO- und DACH-Compliance, Preis
  • Die Einstiegspreise reichen von 2 € bis 18 € pro User und Monat
  • Jedes Tool hat ein klares Einsatzprofil, keines passt für alle Anforderungen
  • Entscheidend ist der Zeithorizont: Compliance heute oder Projektsteuerung morgen

Warum die Wahl der Zeiterfassung-Software eine Kostenentscheidung ist

Der Markt wächst schnell und wird dadurch unübersichtlicher. Das globale Volumen für Zeiterfassungssoftware steigt laut Marktprognose von rund 3,9 Milliarden USD in 2025 auf über 18 Milliarden USD bis 2035. Entsprechend viele Anbieter positionieren sich als beste Zeiterfassung-Software für jeden Zweck.

Für Unternehmen mit Projektgeschäft ist die Auswahl trotzdem keine reine IT-Frage. Ein System, das Zeiten sauber erfasst, aber keiner Abrechnungslogik zuordnet, verlagert die Arbeit. Die Aufbereitung wandert dann in Excel, meist zur Person, die den Monatsabschluss verantwortet.

Die Folgen einer Fehlentscheidung zeigen sich direkt auf Projektebene:

  • Abrechenbare Stunden gehen der Fakturierung verloren, weil die Projektzuordnung fehlt
  • Projektleiter sehen Budgetabweichungen erst am Monatsende statt im laufenden Betrieb
  • Auslastung und Ressourcenplanung basieren auf Schätzungen statt auf Ist-Daten
  • Folgeprojekte werden auf unsauberer Aufwandshistorie kalkuliert
  • Finance und Projektteams pflegen parallele Listen, die nie vollständig übereinstimmen

Ein günstiges Tool mit hohen Folgekosten ist am Ende das teure Tool. Deshalb steht vor der Preisfrage die Frage nach dem Einsatzprofil.

Was muss Zeiterfassung-Software 2026 leisten?

Die gesetzliche Pflicht als Basis

Seit der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 (Az. 1 ABR 22/21) gilt: Arbeitgeber müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit erfassen. Grundlage ist § 3 Absatz 2 Nummer 1 Arbeitsschutzgesetz. Papierlisten und unkontrollierte Excel-Tabellen erfüllen die Anforderungen an eine objektive und verlässliche Erfassung in der Regel nicht mehr.

Diese Pflicht erfüllt jedes der fünf verglichenen Tools. Sie taugt deshalb nicht als Auswahlkriterium. Die Unterschiede beginnen dahinter.

Arbeitszeit dokumentieren oder Projektzeit steuern?

Arbeitszeiterfassung beantwortet die Pflichtfrage: Wer war wann wie lange tätig? Projektzeiterfassung ordnet jede Stunde zusätzlich einem Projekt, einer Leistungsart und einer Abrechnungslogik zu. Erst diese Zuordnung macht Zeitdaten wirtschaftlich nutzbar.

Für IT-Consultings, Beratungen und Ingenieurbüros ist das der entscheidende Unterschied. Ein reines Anwesenheitstool liefert Compliance. Ein projektfähiges System liefert zusätzlich die Datenbasis für Projektcontrolling, Kapazitätsplanung und Kundenabrechnung.

Auswertungen und Berichte als Entscheidungsgrundlage

Erfasste Stunden sind Rohdaten. Nutzbar werden sie erst durch Auswertungen: Wie viel Zeit ist auf welches Projekt geflossen, welcher Anteil war abrechenbar, wie steht der Verbrauch zum Budget? Prüfen Sie deshalb, welche Berichte ein System ohne Export liefert und ob sich Auswertungen je Kunde, Projekt und Mitarbeiter frei kombinieren lassen.

Reine Tracker liefern hier Stundenübersichten und CSV-Exporte. Systeme mit integriertem Controlling liefern Soll-Ist-Vergleiche, Auslastungsberichte und Margensichten aus denselben Daten. Der Unterschied entscheidet darüber, wie viel Arbeitszeit nach der Erfassung noch für Aufbereitung anfällt.

Mobile Erfassung als Standardanforderung

Laut ifo Konjunkturumfrage vom Februar 2026 arbeiten 76,4 Prozent der Beschäftigten bei IT-Dienstleistern zumindest teilweise mobil. Bei Unternehmensberatern sind es 67,6 Prozent. Eine Software ohne belastbare mobile Erfassung erzeugt in diesen Branchen zwangsläufig nachträgliche Buchungen und Schätzwerte.

Relevant ist dabei nicht nur, ob eine App existiert, sondern ob sie offline funktioniert und Buchungen nachträglich synchronisiert. Bei mehrtägigen Einsätzen beim Kunden entscheidet das darüber, ob Leistungen täglich dokumentiert oder im Nachhinein rekonstruiert werden. Welche Anforderungen darüber hinaus zählen, zeigt der Beitrag zur Zeiterfassung per App im Detail.

DSGVO, Serverstandort und Zertifizierung

Zeiterfassung-Software verarbeitet personenbezogene Daten und fällt damit vollständig unter die DSGVO. Für viele Unternehmen mit Kunden aus regulierten Branchen ist der Serverstandort ein Ausschlusskriterium. Ein Serverstandort in Deutschland reduziert den Abstimmungsaufwand mit Datenschutzbeauftragten deutlich.

Eine ISO-27001-Zertifizierung des Anbieters dokumentiert zusätzlich ein geprüftes Informationssicherheits-Managementsystem. Prüfen Sie diese Angaben vor der Entscheidung direkt beim Anbieter, da sie sich ändern können.

So haben wir verglichen: Kriterien und Methodik

Transparenz vorab: Dieser Vergleich stammt von ZEP, einem der fünf verglichenen Anbieter. Die Bewertung basiert auf öffentlich verfügbaren Funktionsbeschreibungen und Preisangaben der Anbieter, Stand August 2026. Subjektive Einschätzungen lassen sich trotz sorgfältiger Recherche nie vollständig ausschließen.

Die vier Bewertungskriterien

Wir haben die fünf Tools anhand von vier Kriterien geprüft, die in Auswahlprozessen von Unternehmen mit 20 bis 250 Mitarbeitenden regelmäßig den Ausschlag geben:

  1. Projektbezug: Lassen sich Zeiten Projekten, Aufgaben und Leistungsarten zuordnen? Gibt es Ressourcen- und Budgetsicht?
  2. Abrechnung: Führt ein durchgängiger Weg von der Zeitbuchung zur Rechnung oder Lohnabrechnung? Wo entstehen Medienbrüche?
  3. DSGVO- und DACH-Compliance: Sind Erfassungspflicht, Datenschutz und dokumentierte Sicherheitsstandards abgedeckt?
  4. Preis: Was kostet der Einstieg pro User und Monat, und was ist darin enthalten?

Grenzen dieses Vergleichs

Die verglichenen Produktstufen sind nicht in jedem Punkt deckungsgleich. ZEP bietet mit Clock, Compact und Professional drei Stufen mit unterschiedlichem Umfang, andere Anbieter bündeln ihre Funktionen in einem Paket. Verglichen wird deshalb jeweils die funktional passende Einstiegsstufe.

Preise und Funktionsumfänge ändern sich regelmäßig. Prüfen Sie die aktuellen Anbieterangaben vor jeder Kaufentscheidung. Einen breiteren Marktüberblick über Systemkategorien liefert der Vergleich von sieben Zeiterfassungssystemen.

5 Zeiterfassung-Software-Lösungen im direkten Vergleich

Die Übersicht zeigt die vier Kriterien für alle fünf Tools auf einen Blick:

KriteriumZEPawork Businessclockodo ProPapershift Corefactorial
ProjektbezugProjektzeiterfassung ab Compact, inkl. Ressourcenplanung und ProjektcontrollingProjektzeiten mit Aufgabenplanung und RessourcenplanungProjektbezogene Zeiterfassung, keine RessourcenplanungFokus Einsatzplanung im Schichtbetrieb, kein ProjektschwerpunktProjektzeiten enthalten, keine Ressourcenplanung, Fokus HR
AbrechnungAngebots- und Rechnungsstellung ab Professional auf derselben DatenbasisKeine integrierte Rechnungsstellung, externe Tools nötigStundenübersichten, keine integrierte RechnungsstellungSchnittstellen zu LohnabrechnungssystemenGehaltsabrechnung als HR-Prozess, keine Kundenabrechnung
AuswertungenSoll-Ist-Vergleich, Auslastungs- und Margenberichte je Projekt und KundeProjekt- und Zeitauswertungen, kein kaufmännisches ReportingStundenübersichten und CSV-ExportDienstplan- und AnwesenheitsauswertungenHR-Reporting, kein Projektcontrolling
ReisekostenIntegriert ab ZEP ClockNicht enthaltenNicht enthaltenNicht enthaltenEnthalten
DSGVO / DACHEntwicklung und Hosting in Deutschland, ISO 27001Angaben beim Anbieter prüfenAngaben beim Anbieter prüfenDSGVO-konform laut Anbieter, Single-Sign-OnDSGVO-konforme Speicherung laut Anbieter
Preis pro User (Einstieg)ab 2 € (Clock), 7 € (Compact), 18 € (Professional)18 €10 €aktuelle Preise beim Anbieter anfragen7 €

Bewertung auf Basis öffentlich verfügbarer Anbieterangaben, Stand August 2026.

ZEP: Plattform für das Projektgeschäft

ZEP ist als modulare Plattform für Projektdienstleister aufgebaut. Der Einstieg über ZEP Clock deckt Arbeitszeit-, Abwesenheits- und Reisekostenerfassung DACH-konform ab. ZEP Compact ergänzt Projektzeiterfassung, Aufgabenmanagement, Ressourcenplanung und Projektcontrolling auf derselben Datenbasis.

Aus diesen Daten entstehen Auswertungen und Berichte ohne Zwischenschritt: Soll-Ist-Vergleiche je Projekt, Auslastung je Mitarbeiter, Margensicht je Kunde. Wer Angebote und Rechnungsstellung direkt aus den Zeitdaten erzeugen will, nutzt ZEP Professional. Entwicklung und Hosting liegen vollständig in Deutschland, der Anbieter ist nach ISO 27001 zertifiziert. Der modulare Aufbau vermeidet den Systemwechsel, wenn das Unternehmen über reine Erfassung hinauswächst.

Stärkstes Einsatzprofil: Unternehmen, deren Zeitdaten abrechnungsrelevant sind und die Controlling mitdenken.

awork Business: Projektmanagement mit Zeiterfassung

awork Business bündelt Aufgabenplanung, Projektmanagement und Zeiterfassung in einer cloudbasierten Plattform. Ressourcenplanung ist enthalten, die Bedienung gilt als niedrigschwellig für Teams. Für operative Projektarbeit ist die Kombination aus Aufgaben und Zeitbuchung in einer Oberfläche attraktiv.

Eine integrierte Rechnungsstellung fehlt allerdings, ebenso Reisekosten und eine modulare Erweiterung des Funktionsumfangs. Angebots- und Abrechnungsprozesse laufen deshalb über externe Tools. Mit 18 € pro User liegt der Einstieg am oberen Ende des Vergleichs.

Stärkstes Einsatzprofil: Teams, die primär Aufgaben und Projekte planen und Abrechnung bewusst extern halten.

clockodo Pro: Schlanke Projektzeiterfassung

clockodo Pro ist eine flexible Software zur Arbeits- und Projektzeiterfassung am Desktop und mobil. Sie liefert Echtzeitübersichten über geleistete Stunden, Pausenverwaltung nach gesetzlichen Vorgaben sowie Kunden- und Projektverwaltung. Ein integrierter Kalender deckt Urlaub und Fehlzeiten ab.

Ressourcenplanung, Reisekostenabrechnung und modulare Erweiterungen sind nicht enthalten. Single-Sign-On gibt es nur gegen Aufpreis. Die Stundendaten sind sauber, ihre Verknüpfung mit Budgets und Leistungsarten müssen Sie außerhalb des Tools herstellen.

Stärkstes Einsatzprofil: Kleinere Teams, die projektbezogen erfassen und ohne integriertes Controlling auskommen.

Papershift Core: Personalplanung im Schichtbetrieb

Papershift Core ist eine cloudbasierte Lösung für Personalmanagement mit Schwerpunkt auf Schichtplanung. Die Einsatzplanung berücksichtigt Verfügbarkeiten, Qualifikationen und gesetzliche Vorgaben. Zeiterfassung, Abwesenheitsverwaltung und Urlaubskonten sind integriert.

Schnittstellen zu gängigen Lohnabrechnungssystemen decken den Payroll-Prozess ab, optional gibt es ein Hardwareterminal über easysecure. Ein Projektschwerpunkt mit Leistungsarten, Budgets oder Kundenabrechnung gehört nicht zum Profil.

Stärkstes Einsatzprofil: Betriebe mit Schichtmodellen, etwa Gastronomie, Handel oder Pflege, ohne projektbasierte Abrechnung.

factorial: HR-Suite mit Zeiterfassungsmodul

factorial ist eine cloudbasierte HR-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen. Der Fokus liegt auf Personalprozessen: Abwesenheitsverwaltung, Gehaltsabrechnung, Bewerbermanagement, digitale Personalakte und HR-Auswertungen. Zeiterfassung läuft per Desktop, App oder Hardwareterminal, Projektzeiten und Reisekosten sind enthalten.

Eine Ressourcenplanung und eine dedizierte Kundenverwaltung fehlen, weil der Produktkern auf HR statt auf Projektsteuerung ausgelegt ist. Erweiterungen sind möglich, allerdings in Richtung weiterer HR-Module. Mit 7 € pro User ist der Einstieg moderat.

Stärkstes Einsatzprofil: Unternehmen, die eine HR-Suite suchen und Zeiterfassung als eines von mehreren Personalmodulen betrachten.

Wann passt welches Tool?

Die ehrliche Antwort auf die Frage nach der besten Zeiterfassung-Software lautet: Es kommt auf Ihr Geschäftsmodell an. Vier typische Ausgangslagen zeigen die Zuordnung.

Sie brauchen primär die gesetzliche Erfassung

Wenn Compliance-Dokumentation Ihr Hauptbedarf ist, funktionieren mehrere der verglichenen Tools solide. clockodo Pro deckt diesen Fall zu 10 € pro User ab, ZEP Clock startet bei 2 €. Prüfen Sie in diesem Szenario vor allem Bedienbarkeit und mobile Erfassung, denn beides entscheidet über die Akzeptanz im Team.

Ihr Personal arbeitet im Schichtbetrieb

Für Dienstpläne, Verfügbarkeiten und Qualifikationslogik ist Papershift unter den fünf Tools die klarste Wahl. ZEP bedient dieses Szenario bewusst nicht, der Produktfokus liegt vollständig auf dem Projektgeschäft. Diese Abgrenzung erspart Ihnen einen Fehlkauf in beide Richtungen.

HR-Prozesse stehen im Vordergrund

Wenn Sie Bewerbermanagement, Personalakte und Gehaltsabrechnung in einem System bündeln wollen, ist factorial der passende Kandidat. Die Zeiterfassung erfüllt dort ihren Zweck als HR-Modul. Für belastbares Projektcontrolling ist sie nicht gebaut, das sollten Sie bewusst einpreisen.

Ihre Zeitdaten müssen abgerechnet und gesteuert werden

Sobald Stunden gegenüber Kunden fakturiert werden, ändert sich die Anforderung grundlegend. Jetzt zählt, ob abrechenbare Stunden sauber von internen Zeiten getrennt sind und ob Ist-Daten direkt gegen Budgets laufen. awork liefert hier die Planungsseite, benötigt für die Abrechnung aber externe Tools.

ZEP ist für genau dieses Szenario gebaut. Zeitbuchung, Ressourcenplanung, Projektcontrolling und Rechnungsstellung arbeiten auf einer Datenbasis, ohne Export und ohne manuellen Abgleich. Für IT-Consultings mit Change Requests, Beratungen mit Utilization-Steuerung und Ingenieurbüros mit meilensteinbasierten Projekten ist dieser durchgängige Pfad der eigentliche Unterschied im Vergleich.

Die Zuordnung nach Geschäftsmodell im Überblick

  • IT-Consulting, Management Consulting, Ingenieurbüros mit Kundenabrechnung: ZEP, weil Projektzeit, Ressourcen, Controlling und Abrechnung auf einer Datenbasis zusammenhängen.
  • Teams mit Fokus auf Aufgaben- und Projektplanung, Abrechnung bewusst extern: awork Business.
  • Kleine Teams und Freelancer mit einfachem Erfassungsbedarf: clockodo Pro.
  • Betriebe mit Schichtbetrieb, etwa Gastronomie, Handel oder Pflege: Papershift Core.
  • KMU mit Fokus auf klassische HR-Prozesse: factorial.

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Drei Fehler, die Auswahlprozesse teuer machen

Der Preis pro User als einziges Kriterium

Ein Tool für 3 € pro Monat ohne Projektzuordnung erzeugt Folgekosten durch manuelle Aufbereitung vor jeder Abrechnung. Die Total Cost of Ownership liegt dann deutlich über dem Listenpreis. Rechnen Sie die Arbeitszeit für Nachbearbeitung ehrlich in den Vergleich ein.

Bewertungen statt Anforderungen

App-Store-Bewertungen spiegeln überwiegend Einzelanwender und Kleinstteams wider. Ob eine Software 80 parallele Projekte und 50 Nutzer sauber trägt, beantworten sie nicht. Testen Sie deshalb mit einem realen, laufenden Projekt statt mit Demodaten des Anbieters.

Den Wachstumspfad ignorieren

Ein System, das heute reicht und in zwei Jahren durch ein zweites Tool ergänzt werden muss, erzeugt doppelte Einführungskosten. Fragen Sie aktiv: Was passiert, wenn wir von 30 auf 100 Mitarbeitende wachsen? Modular erweiterbare Systeme vermeiden den zweiten Systemwechsel samt Datenmigration.

Fazit: In vier Schritten zur Entscheidung

Treffen Sie die Auswahl entlang Ihres Geschäftsmodells statt entlang von Feature-Listen:

  1. Klären Sie den Kernbedarf: reine Erfassungspflicht, Schichtbetrieb, HR-Suite oder Projektgeschäft mit Abrechnung
  2. Prüfen Sie die vier Kriterien Projektbezug, Abrechnung, DSGVO-Compliance und Preis gegen Ihre Prioritäten
  3. Kalkulieren Sie die Folgekosten manueller Nacharbeit in den Preisvergleich ein, eine Übersicht liefert der Beitrag zu den Kosten von Zeiterfassungssystemen
  4. Testen Sie die zwei besten Kandidaten mit einem echten Projekt und echten Buchungen

Für Betriebe mit Schichtmodellen führt der Weg zu Papershift, für HR-zentrierte Organisationen zu factorial. Wer dagegen Stunden gegenüber Kunden abrechnet und Projekte wirtschaftlich steuern will, sollte ZEP mit einem realen Projekt prüfen. Die Testversion läuft 14 Tage und zeigt, ob der Pfad von der Zeitbuchung bis zur Rechnung zu Ihren Prozessen passt.

FAQ

Welche Zeiterfassung-Software eignet sich für eine Beratung mit 10 Mitarbeitenden?

In dieser Größe zählt vor allem die saubere Trennung von abrechenbaren und internen Stunden. Ein schlankes Tool wie clockodo Pro reicht, solange Abrechnung und Controlling extern laufen. Wer Kundenprojekte direkt fakturieren will, fährt mit einer modular wachsenden Lösung wie ZEP günstiger, weil der spätere Systemwechsel entfällt.

Was kostet Zeiterfassung-Software pro Mitarbeiter und Monat?

Im Vergleich reichen die Einstiegspreise von 2 € (ZEP Clock) über 7 € (factorial, ZEP Compact) und 10 € (clockodo Pro) bis 18 € (awork Business, ZEP Professional). Entscheidend ist die Total Cost of Ownership inklusive manueller Nacharbeit. Eine detaillierte Aufschlüsselung liefert der Beitrag zu den Kosten von Zeiterfassungssystemen.

Reicht Excel als Alternative zu einer Zeiterfassung-Software?

Excel ohne Kontrollmechanismus erfüllt die Anforderungen an eine objektive und verlässliche Erfassung nach dem BAG-Urteil von 2022 in der Regel nicht. Für Projektgeschäft kommt hinzu, dass Excel weder Budgetwarnungen noch belastbare Soll-Ist-Vergleiche liefert. Den direkten Vergleich zeigt der Beitrag ZEP vs. Excel in der Zeiterfassung.

Was unterscheidet Arbeitszeiterfassung von Projektzeiterfassung?

Arbeitszeiterfassung dokumentiert Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit zur Erfüllung der gesetzlichen Pflicht. Projektzeiterfassung ordnet jede Stunde zusätzlich Projekten, Leistungsarten und Abrechnungslogiken zu. Erst diese Zuordnung macht Zeitdaten für Controlling, Kapazitätsplanung und Kundenabrechnung nutzbar.

Wie behalte ich bei mehreren parallelen Beratungsprojekten den Überblick über Budgets?

Belastbare Budgetkontrolle braucht Auswertungen, die Soll- und Ist-Werte laufend abgleichen, statt einer Auswertung zum Monatsende. Zeiterfassung mit integriertem Projektcontrolling zeigt je Mandat, wie viel Budget bereits verbraucht ist und wie viele Stunden noch zur Verfügung stehen, idealerweise mit automatischer Warnung bei definierten Schwellenwerten. Bei mehreren parallelen Beratungsprojekten entscheidet genau diese Echtzeitsicht darüber, ob Sie noch gegensteuern können oder nur noch dokumentieren.

Welche Rolle spielt der Serverstandort bei der Auswahl?

Zeiterfassungsdaten sind personenbezogene Daten, damit greift die DSGVO vollständig. Ein Serverstandort in Deutschland vereinfacht die Auftragsverarbeitung und reduziert Abstimmungsaufwand mit Datenschutzbeauftragten. Eine ISO-27001-Zertifizierung des Anbieters dokumentiert zusätzlich geprüfte Informationssicherheit, ZEP erfüllt beide Kriterien mit Entwicklung und Hosting in Deutschland.

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